Wegen guter Trump-Beziehung: Lanz nennt Mark Rutte den "Infantino der NATO"
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 09. Juli 2026
Der NATO-Gipfel in Ankara lieferte bei "Markus Lanz" reichlich Zündstoff. In der Debatte über den Umgang Europas mit Donald Trump nahm der ZDF-Moderator NATO-Generalsekretär Mark Rutte ins Visier - und griff zu einem markigen Vergleich.
Bei "Markus Lanz" äußerten sich Gäste wie Roderich Kiesewetter besorgt über den Auftritt von Donald Trump beim NATO-Gipfel in Ankara. Vor Ort kritisierte der US-Präsident nicht nur Spanien scharf, sondern er richtete auch harsche Worte in Richtung Iran und bezeichnete Angehörig des Regimes unter anderem als "Lügner" und "Abschaum". Während sich Lanz fassungslos zeigte, reagierte USA-Expertin Annett Meiritz nüchtern: "Es sollte uns eigentlich schocken, (...) aber in Wahrheit ist es doch so, dass Trump nicht nur in der Weltpolitik, im Kriege führen, sondern auch in der Rhetorik die Maßstäbe so verschoben hat, dass wir doch eigentlich nichts anderes mehr von ihm erwarten."
Daraufhin nahm Lanz auch NATO-Generalsekretär Mark Rutte ins Visier, der sich stets versöhnlich mit dem US-Präsidenten zeigte. Lanz bezeichnete Rutte daher spitz als den "Infantino der NATO". Ein Vorwurf, den Annett Meiritz nicht ganz mitgehen wollte. Sie gab zu bedenken: "Mark Rutte ist ja derjenige, der immer und immer wieder dafür sorgt, dass die Dinge am Ende nicht komplett eskalieren." Aus Sicht vieler Europäer sei Rutte "der Draht zu Trump, mit dem er sich versteht und der sozusagen das Schlimmste abwenden kann".
Eine Haltung, die Roderich Kiesewetter nicht ganz teilen konnte. Er machte deutlich: "Was Trump macht, ist doch die Verulkung der regelbasierten Ordnung. Er veralbert uns!" Der CDU-Politiker forderte deshalb einen klaren Zusammenschluss von Europa und Kanada: "Wir müssen auch eine gewisse Risiko-Minimierung mit den USA betreiben, um unsere eigene Sicherheit von diesen Verulkungen unabhängiger zu machen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst