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"Wahnsinn": XXL-Hose von bekannter Marke wird bei "Bares für Rares" zum Hingucker


Autor: Natalie Cada

, Montag, 06. Juli 2026

Eine gigantische Levi's-Werbehose sorgte bei "Bares für Rares" für jede Menge Gelächter. Und ein Händler machte am Ende einen auf dicke Hose.


Eine riesige Hose sorgte in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" mit Horst Lichter für große Sprüche. Experte Detlev Kümmel sah Kollege Sven Deutschmanek in der XXL-Jeans, Händler Julian Schmitz-Avila dagegen Walter Lehnertz. Doch am Ende holte sich ein anderer Händler das Sammlerstück.

"Ach, das ist eine Buxe?", fragte Lichter, als er die riesige Hose auf dem Expertenpult liegen sah. Experte Kümmel musste sofort lachen und witzelte: "Ja, die hat Sven hier vergessen." Lichter nahm den Scherz mit Humor, ahnte augenzwinkernd jedoch schon die Reaktion seines Kollegen: "Der weiß, wo unser Auto wohnt, jetzt haben wir Ärger."

Fast noch mehr als die ungewöhnliche Größe der Hose interessierte Lichter, wie die Verkäufer Thomas und Erwin aus Gießen und Ehringshausen an das außergewöhnliche Stück gekommen waren. Sohn Thomas erzählte, er habe die Hose auf einem Flohmarkt entdeckt: "Ich fand das so lustig." Lichter hakte nach: "Hast du die als Gag gekauft?"

Thomas bestätigte die Frage von Lichter mit einem Nicken und erzählte: Nachdem er die XXL-Hose gekauft hatte, waren er und seine elfjährige Tochter in die Jeans geschlüpft, um Fotos zu machen. Lichter lachte bei der Vorstellung. Und der Verkäufer erklärte weiter, dass er auf keinen Fall in die Hose reinwachsen will und sie deshalb wegmusste.

XXL-Hose sorgt bei "Bares für Rares" für Gesprächsstoff

Kümmel wusste, welchen Zweck das Stück ursprünglich erfüllte: "Das war Werbung für eine der ältesten Jeansmarken." Zudem habe die Traditionsmarke Levi Strauss & Co. maßgeblich zur Entwicklung der Blue Jeans beigetragen. Als robuste Arbeitshose konzipiert, habe sich die legendäre Levi's 501 in den vergangenen 150 Jahren kaum verändert.

Auch die XXL-Hose trug die typischen Merkmale: markante Doppelnähte und Nieten an den Taschen. Noch mehr Aufmerksamkeit als die Verarbeitung erregte allerdings das gewaltige Ausmaß. "Meine Güte, stell dir vor, du hängst die Hose mit passendem Schlüpfer auf dem Balkon auf", scherzte Lichter. Kümmel stimmte zu: "Diese Hose sorgt für Gesprächsstoff."

Zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren spielte Levi's in seinen Werbekampagnen immer wieder mit überdimensionierten Objekten. So trugen unter anderem eine riesige Cowboy-Statue und sogar ein Heißluftballon gigantische Jeans als Hingucker. Die in der Sendung präsentierte XXL-Hose datierte Detlev Kümmel genau in diese Zeit.

Für das außergewöhnliche Werbestück würde sich der Verkäufer passend zur legendären Levi's 501 am liebsten 501 Euro wünschen. Für realistisch hielt er jedoch einen Erlös zwischen 200 und 300 Euro. Experte Kümmel schätzte den Wert auf 250 bis 350 Euro. Blieb die Frage für den Händlerraum: Wer machte am Ende tatsächlich einen auf dicke Hose? Im Händlerraum ließ der erste Spruch nicht lange auf sich warten. "Endlich eine Hose, die dir passt, Waldi", stichelte Julian Schmitz-Avila. Doch Walter Lehnertz konterte: "Wenn ich da reinpasse, lasse ich mir den Magen verkleinern." Schmitz-Avila war beeindruckt von der Größe 76 Breite und 45 Länge und erkannte sofort: "501, der Klassiker".

"Ich weiß gar nicht, was ich damit machen soll, biete aber 160 Euro"

"Ich habe die gleiche Levi's 501 zu Hause", überraschte Jos van Katwijk und ergänzte: "Auch mit der Waschmaschine aus der Werbung in den 1970er Jahren." Und so eröffnete er die Versteigerung mit einem Gebot von 100 Euro. Offenbar hätte er nichts gegen ein zweites Exemplar einzuwenden, denn für ihn ist die XXL-Jeans einfach "ein tolles Ding". Schmitz-Avila erhöhte auf 120 Euro, Jos van Katwijk legte mit 140 Euro nach. Danach geriet das Bietergefecht jedoch ins Stocken. "Das ist noch ein bisschen wenig", meinte der Verkäufer dazu und Vater Erwin versuchte, die Händler zu weiteren Geboten zu bewegen: "Wenn man in der Eifel einen auf dicke Hose machen will, dann muss man sowas haben."

Von Erwins Appell ließ sich Lehnertz anstecken. "Ich weiß gar nicht, was ich damit machen soll, biete aber 160 Euro", stieg der Händler aus der Eifel in die Versteigerung ein. Es entwickelte sich ein Bieterduell mit Jos van Katwijk und plötzlich hatte Lehnertz doch eine Idee für die XXL-Hose: "Die stopfe ich aus und setze einen Waldini da rein."

Am Ende wurden die Bieterschritte immer kleiner und schließlich sicherte sich van Katwijk den Zuschlag bei 310 Euro für das "witzige Teil". Danach probierte der Händler die XXL-Hose sogar selbst an und Lichter konnte sich ein Lachen nicht verkneifen: "Wahnsinn, das nenne ich mal eine Diät. Oder ist das die Buxe von Waldi gewesen?"

Walter Lehnertz kauft Blechspielzeug für 230 Euro

Als weitere Objekte der Sendung wurden zwei Manschettenknöpfe präsentiert, die ein Frauenporträt aus dem Familienalbum der Verkäuferin zeigten. Patrick Lessmann datierte die Stücke aus Gold Doublé auf etwa 1920 und schätzte den Wert auf 50 bis 80 Euro. Gewünscht waren 50 Euro. Jos van Katwijk zahlte schließlich 100 Euro.

Altes Blechspielzeug der Firma Technofix aus Nürnberg datierte Detlev Kümmel auf die Jahre 1964 bis 1973. Für die "Aufzug Garage" wünschte sich der Verkäufer 100 Euro, der Experte schätzte 50 bis 100 Euro und nach einem lebhaften Bieterduell sicherte sich Walter Lehnertz das Spielzeug für 230 Euro.

Eine Skulptur aus dem Familienbesitz ordnete Bianca Berding dem französischen Bildhauer Émile Picot zu. Die Bronze aus der Gießerei Colin & Cie. datierte sie auf 1882 bis 1898. Der Wunschpreis lag bei 500 Euro, der Schätzwert bei 900 bis 1.200 Euro, doch im Händlerraum zahlte Julian Schmitz-Avila nicht mehr als 400 Euro. Ein Armband aus den späten 1960er Jahren aus 750er Weißgold mit Fuchsschwanzkette, Saphiren und Diamanten (ein Karat) taxierte Patrick Lessmann auf 2.400 bis 2.600 Euro. Gewünscht wurden 1.500 bis 2.000 Euro und von Julian Schmitz-Avila schließlich 2.200 Euro für den "Klassiker" gezahlt.

Quelle: teleschau – der mediendienst