"Ich hab' echt keine Ahnung": Horst Lichter staunt über Wert von "Bares für Rares"-Lampen
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 09. Sept. 2026
Horst Lichter hätte für zwei Wandleuchten bei "Bares für Rares" gerade einmal 50 Euro vermutet. Doch dann nannte Detlev Kümmel den wahren Wert und der Moderator ist völlig "geplättet" ...
Mit seinem "Fuffi"-Preistipp lag Horst Lichter in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" ordentlich daneben. Denn die beiden Wandleuchten entpuppten sich als wertvolle Designklassiker. Im Händlerraum kam es deshalb prompt zum Bietergefecht - mit einem glücklichen Gewinner und einer Händlerin, die ihm den Erfolg nicht gönnte.
Sein Vater wollte nicht selbst kommen, deshalb übernahm Alexander aus Geldern den Verkauf. Lichter versicherte scherzhaft: "Und dabei sind wir nett." Bei den beiden Wandleuchten konnte er seine fehlende Begeisterung allerdings nicht verbergen. "Das war damals wohl Mode", kommentierte er. Die Leuchten waren seit 1973 im Besitz der Familie.
Lichter und Detlev Kümmel waren sich bei den Objekten alles andere als einig. "Unser einem muss das ja nicht gefallen", meinte Lichter, während der Experte begeistert entgegnete: "Also, mir gefällt's." Im passenden Haus seien die Stücke "ein Hingucker". Schließlich steckte hinter dem ungewöhnlichen Entwurf ein renommierter Designer.
Die "Uchiwa 2"-Leuchten stammten von Designer Ingo Maurer aus den 1970er Jahren. Die Inspiration dafür hatte Maurer zuvor in Japan gefunden. Als Autodidakt bereiste er in den 1960er Jahren das Land und besuchte dort Fischerdörfer, in denen außerhalb der Saison traditionelle Fächer gefertigt wurden. Aus diesen Fächern entwickelte er die Leuchten.
Horst Lichter unterschätzt Rarität deutlich: "Ich habe am Anfang an einen Fuffi gedacht"
Bei den Leuchten handelte es sich also um originale japanische Fächer aus Bambus und Reispapier. Eine schlichte Konstruktion aus Eisen befestigte sie dann als Wandleuchten. Gefertigt und verkauft wurden die außergewöhnlichen Designstücke damals in limitierter Auflage unter dem Label Design M, erklärte Kümmel.
Heute galten die "Uchiwa 2"-Leuchten als echte Designklassiker und das Design-M-Studio hatte noch immer seinen Sitz in München. Der Zustand der beiden Exemplare war laut dem Experten "tadellos" - mit einer kleinen Ausnahme: Ein Fächer hatte einen Riss. Und bei Designerstücken konnte selbst ein kleiner Makel den Wert "immens" schmälern.
Dass die Leuchten nach all den Jahren noch fast weiß waren, sei durchaus ungewöhnlich, fand Kümmel. Denn Reispapier vergilbte als natürliches Material mit der Zeit. Alexander hatte dafür eine einfache Erklärung: Die Wandleuchten hingen im Schlafzimmer seiner Eltern und wurden dort nie eingeschaltet. So blieben sie sehr gut erhalten.