"Das ist wirklich ein Highlight": Ungewöhnliche Bronze fasziniert die "Bares für Rares"-Händler
Autor: Bettina Friemel
, Dienstag, 26. Mai 2026
Die unerwartete Herkunft einer Rarität schreckte das Händlerteam bei "Bares für Rares" nicht vom Kauf ab - und der Preis stieg rasant in die Höhe ...
Ein ungewöhnliches Objekt bekam das "Bares für Rares"-Händlerteam mit diesem Relief zu sehen. Das erinnerte zwar an den Friedhof, doch die Begeisterung stieg mit jedem Gebot ...
Bei der massiven Bronze-Reliefplatte drängte sich Horst Lichter die Frage auf: "Wo habt ihr dieses wirklich beeindruckende Objekt her?" Die Antwort von Jessica aus Solingen, die von Sohn Robin begleitet wurde, kam überraschend: "Das hing bei meiner Omi immer in der Wohnung." Da musste Lichter nochmal nachhaken: "Jetzt ohne Quatsch! In der Wohnung?" Jessica nickte: "Ohne Quatsch, ja. Die hatten eine Einliegerwohnung, und da stand das auf einem Holzpodest drauf."
"Colmar, was haben wir denn da überhaupt?", fragte der irritierte Moderator den Experten Colmar Schulte-Goltz. Der fand die Aufbewahrung in der Wohnung ebenfalls eigenartig: "Ich bin natürlich jetzt ganz neugierig, ob sie noch mehr Legende haben zu dem Stück, wie es die Großmutter kriegte."
Doch die Verkäuferin schüttelte den Kopf: "Leider nicht." Jede Info hätte Schulte-Goltz interessiert: "Verbindung zum Bildhauer oder so?" Leider nein. "Das hätte alles geholfen", musste sich der Experte nun selbst einen Reim darauf machen.
"Es wäre toll, wenn es in Düsseldorf eine neue Heimat findet"
"Denn dieses schöne, große Stück ist natürlich ein Relief, das uns eine ganz besondere Welt erschließt, eigentlich die Welt des Jenseits und unsere Vorstellung, wie wir denn am besten mit Liebe getragen werden", erklärte Schulte-Goltz die Darstellung des Kunstwerks.
Links eine trauernde Frau, der Mann wendet sich der rechten Frau mit Engelsflügeln zu: "Das ist natürlich eine Geste des Abschiednehmens." Darunter stand der Bibelvers: "Wo du hingehst, gehe auch ich hin." Lichter hatte aufgrund der Inschrift eine Vermutung: "Nach deiner Erklärung könnte ich mir fast vorstellen, war das mal an einer Grabstelle." Der Experte stimmte zu: "Das denke ich auch."
Der Gießereistempel verwies auf eine Düsseldorfer Gießerei, als Künstler hatte Joseph Hammerschmidt signiert. Die Herstellung schätzte der Experte auf die Zeit nach 1908, "wahrscheinlich für den Zusammenhang eines Grabmals". "2.000 Euro wären schön", meinte Jessica. Schulte-Goltz hielt das Relief "wegen des tragischen Motivs als nicht gut marktgängig", aber schätzte den Wert immerhin auf 1.500 bis 2.000 Euro. "Es wäre toll, wenn es in Düsseldorf eine neue Heimat findet."