Druckartikel: "Haben es jetzt zehn Jahre mit der Brandmauer probiert": Lokalpolitiker will AfD nicht isolieren

"Haben es jetzt zehn Jahre mit der Brandmauer probiert": Lokalpolitiker will AfD nicht isolieren


Autor: Teleschau  

, Freitag, 17. Juli 2026

Bei "Markus Lanz" rechnete Lokalpolitiker Luca Piwodda mit der bisherigen Abgrenzungsstrategie gegen die AfD ab. Stattdessen forderte er eine härtere inhaltliche Auseinandersetzung - sonst könne die Partei weiterhin von der Rolle des Außenseiters profitieren.


Bei "Markus Lanz" erklärte Lokalpolitiker Luca Piwodda, wie er persönlich mit dem Erstarken der AfD umgehe. Der Bürgermeister von Gartz offenbarte dabei, dass er die Partei bei Debatten bewusst nicht isolieren wolle. "Wenn da gute Argumente kommen, warum sollen wir die Punkte nicht annehmen?", so Luca Piwodda nüchtern. Er ergänzte: "Auf der kommunalen Ebene geht es um Kooperation und nicht um Konfrontation. Als Lanz sichtlich überrascht reagierte, merkte der Lokalpolitiker an, dass es ihm am Ende um das Allgemeinwohl seiner Gemeinde gehe.

"Es geht im Kern darum, wie kriegen wir unsere Gemeinde voran (...) und da spielen auch die Parteien keine Rolle." Eine Steilvorlage für den ZDF-Moderator, der abschließend das Thema Brandmauer ansprach. Ein Thema, zu dem Luca Piwodda eine klare Meinung hatte: "Wir haben es jetzt 10 Jahre mit der Brandmauer probiert. Das Resultat ist: Die AfD wurde immer stärker und alle anderen Parteien wurden - gerade in vielen ostdeutschen Regionen - immer schwächer. Meines Erachtens ist die Brandmauer auch viel zu einfach für die AfD, weil die Brandmauer führt genau dazu, dass die AfD ja nie wirklich argumentieren muss."

Quelle: teleschau – der mediendienst