CDU-Politiker Peter Altmaier über Brandmauer: "Begriff war von Anfang an falsch"
Autor: Teleschau
, Freitag, 09. Oktober 2026
Bei "Markus Lanz" distanzierte sich CDU-Politiker Peter Altmaier von der gängigen "Brandmauer"-Rhetorik - nicht vom Prinzip der Abgrenzung, sondern vom Begriff selbst. Er erklärte, er habe das Wort nie benutzt und halte es "für problematisch".
Bei "Markus Lanz" blickte CDU-Politiker Peter Altmaier sorgenvoll auf den Zustand seiner Partei. Die Wahl des ersten AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt nannte er "eine Demütigung für die CDU": "Ich war sehr empört." Mit Blick auf die CDU wetterte er weiter: "Beschluss war, wir enthalten uns! (...) Und das bedeutet, dass wir natürlich mangelnde Geschlossenheit haben."
Peter Altmaier wurde daraufhin grundsätzlich und warnte: "Wir sind am Beginn eines Prozesses, wo wir es der AfD sehr, sehr leicht machen." Lanz hakte interessiert nach: "Wo die Brandmauer jetzt deutlich durchlässiger wird?" Altmaier wiegelte jedoch ab und gab zu bedenken: "Ich glaube, dass der Begriff Brandmauer von Anfang an falsch war. Ich habe den noch nie in meinem Leben benutzt, weil ich ihn immer für problematisch gehalten habe."
Diese Aussage ließ den ZDF-Moderator aufhorchen: "Was war denn daran problematisch?" Peter Altmaier klärte auf: "Das Wort ist problematisch, nicht der Inhalt." Abschließend warnte der CDU-Politiker vor einer drohenden Staatskrise. Er zeigte sich vor allem besorgt darüber, dass "die Verluste (...) der demokratischen Parteien der Mitte (...) fast ausschließlich der Linken und der AfD" zugutekommen.
Lanz lenkte daraufhin den Blick auf die schwarz-rote Koalition und fragte konkret: "Ist Friedrich Merz ein Profi?" Peter Altmaier überlegte kurz und gab zu: "Er muss seine Rolle finden." Lanz reagierte fassungslos: "Nach 17 Monaten muss da jemand seine Rolle finden?!" Die Antwort von Peter Altmaier folgte prompt: "Die Frage ist doch: Haben wir eine Bundesregierung, die alles richtig macht und nur falsch verstanden wird? Oder gibt es tatsächlich Dinge, die die Enttäuschung der Bürgerinnen und Bürger rechtfertigen? Und ich sage: Ja, wir haben zu viel gestritten, wir haben zu wenig beschlossen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst