Bei "Markus Lanz" geriet Sven Schulze beim Thema AfD unter Zugzwang. Der CDU-Ministerpräsident betonte zwar klare Distanz, wollte sich in der Opposition aber nicht grundsätzlich festlegen. Seine Aussage sorgte für neue Diskussionen darüber, wie stabil die Brandmauer in Sachsen-Anhalt wirklich ist.
Bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt unterlag CDU-Politiker Sven Schulze der AfD deutlich. Nun machte er bei "Markus Lanz" deutlich: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier eine Koalition mit der AfD gibt irgendwo." Laut des noch amtierenden Ministerpräsidenten wolle die AfD schließlich "die CDU zerstören": "Die will nicht mit der CDU zusammenarbeiten."
Lanz hakte dennoch nach: "Sind Sie irgendwie im Gespräch?" Schulze stellte klar: "Mit der AfD? Nein!" Markus Lanz wollte daraufhin wissen, ob die CDU im Landtag Vorschlägen der AfD zustimmen würde, wenn sie der Allgemeinheit helfen würden. Als Schulze abzulenken versuchte, erklärte Lanz, dass mittlerweile das Gefühl weit verbreitet sei, "dass in der Politik zunehmend einfach nur noch Taktik das Thema ist". Schulze verneinte dies deutlich und versprach: "Wir werden uns zukünftig in der Opposition jedes Thema anschauen und dann werden wir entscheiden, wie wir darüber im Landtag dann abstimmen."
Grund genug für Lanz, genauer nachzufragen: "Und wenn das gut ist, würden Sie im Zweifel auch mit der AfD stimmen?" Schulze antwortete erneut schwammig: "Wenn das gut ist? Ideal kommt es dann von uns. (...) Wir sind aber nicht diejenigen, die vorhaben, der AfD permanent zu Mehrheiten zu verhelfen." Lanz hielt prompt dagegen: "Nicht permanent. Aber wenn Sie es gut finden, würden Sie es machen?"
Schulze ließ sich jedoch bis zum Schluss keine konkrete Antwort entlocken. Er sagte stattdessen: "Wir werden uns jedes einzelne Thema anschauen. (...) Es ist nicht so, dass wir uns komplett verweigern." Dabei wiederholte er streng: "Wir werden nicht die Mehrheitsbeschaffer der AfD werden."
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Quelle: teleschau – der mediendienst