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Verhängnisvolle Familienbande


Autor: Susanne Bald

, Dienstag, 08. Sept. 2026

Während sich Chefinspektorin Fanny im zweiten Film über die Rückkehr ihrer Tochter freut, muss ein einflussreicher Unternehmer um das Leben seiner eigenen Tochter bangen: Sie wurde entführt, und der Fall scheint mit seinen undurchsichtigen Geschäften zusammenzuhängen.


"Tiroler Blut": ein passender Titel für einen Krimi, der in und um die Tiroler Hauptstadt Innsbruck spielt. Doch schon beim ersten Film vergangene Woche war klar, dass das Blut wohl auch auf familiäre Beziehungen anspielt: zum einen die der Innsbrucker Chefinspektorin Fanny Gruber (Ursula Strauss), zum anderen jener, die im Zentrum ihrer Kriminalfälle stehen. Auch im zweiten Fall "Tiroler Blut: Am Abgrund", zu sehen am Donnerstagabend in der ARD und vorab in der Mediathek, legen Drehbuchautor Christian Jeltsch und Regisseur Matthias Tiefenbacher den Fokus auf die Komplexität von Familien.

Vergangene Woche sah man Tochter Anna (Allegra Tinnefeld) nur kurz im Videocall, nun kehrt sie von ihrer Weltreise zurück zu Mutter Fanny, Bruder Tobi (Noah L. Perktold), Vater Günther (Kai Ivo Baulitz) und Opa Hannes (Sven-Eric Bechtolf). Familie, das war für Anna auch ihre beste Freundin Clara (Lara Horvath). Vor einigen Monaten stürzte sie von einem Balkon in den Tod, angeblich unter Drogeneinfluss, was Anna nicht so recht glauben will. Auch Claras Vater Peter (Martin Leutgeb) ist von seiner Trauer gezeichnet.

Väter und Töchter

Um Vater und Tochter geht es auch bei Familie Renner. Der einflussreiche Immobilienmanager Benedikt Renner (schön unsympathisch: Cornelius Obonya) ist bekannt dafür, in die finanzielle Schieflage geratene Hotels zu "retten", indem er sie den Besitzern abkauft und luxuriös aufmotzt.

Aktuell plant er ein exklusives nachhaltiges Hotel, wie er gerade in einem TV-Interview prahlt, als seine Tochter Emily (Julia Novohradsky) und ihr Mitbewohner Jan (Lukas Walcher) hineinplatzen, beide aktive Klimaschützer. Es kommt zum heftigen Streit vor laufender Kamera.

Wenig später erhält Renner eine Nachricht: Emily wurde entführt. Die Forderung: eine Million, die Unterlagen über seine Hotel-Deals und keine Polizei, sonst werde Emily sterben. Fanny und ihr Team, zu dem auch ihr Sohn Tobi gehört, werden dennoch eingeschaltet, doch die erfahrene Ermittlerin erkennt schnell, dass der arrogante Geschäftsmann ihr wichtige Informationen vorenthält. Nicht nur was die Forderung der Entführer angeht, sondern auch das Verhältnis zu seiner Tochter ...

Gerechtigkeit und Empathie

Da ist sie wieder, die Familie. So kompliziert sie auch ist, sie ist "das Allerwichtigste für Fanny Gruber", sagt Hauptdarstellerin Ursula Strauss über ihre Figur. "Dem folgt direkt ihr Glauben daran, dass Gerechtigkeit und Empathie mit die wichtigsten Pfeiler unseres demokratischen Zusammenlebens sind. Der Kampf für diese Gerechtigkeit und das Einhalten einer Ethik im Umgang miteinander sind starke Motivationen für ihr Handeln." Und damit wird sie sicher auch diesen Fall lösen können.

Ob und wann es mit "Tiroler Blut" weitergeht, hängt vom Erfolg der ersten beiden Filme ab, eine Reihe ist aber sehr wahrscheinlich.

"Tiroler Blut: Am Abgrund" - Do. 15.10. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst