"Unverkennbar": Berühmter Kunstname sorgt bei "Bares für Rares" für Spannung
Autor: Natalie Cada
, Montag, 02. November 2026
Die Objekte dieses Künstlers waren laut "Bares für Rares"-Händler zwar "extrem beliebt", doch Horst Lichter erkannte den berühmten Namen zunächst nicht ...
Horst Lichter erkannte in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" den Künstler nicht auf Anhieb. Dabei war das typische Design wohl "unverkennbar". Der Moderator kam dem Namen aber auf andere Weise auf die Spur: Er spickte auf der Unterseite des Tellers. Das hatten die Händler nicht nötig und lieferten sich ein spannendes Duell.
Colmar Schulte-Goltz war sofort begeistert vom Design des berühmten Künstlers: "Unverkennbar." Lichter, der sich gerade von hinten an das Expertenpult heranschlich, hatte allerdings eine andere Erklärung parat: "Ja, unverkennbar, vor allem wenn man es hinten gelesen hat." Anschließend widmete er sich den Verkäufern ... Georg aus Kronach war mit Tochter Yvonne zu Gast. Mit im Gepäck: Ein außergewöhnlicher Teller seines früheren Arbeitgebers, dem renommierten Porzellan- und Keramikhersteller Rosenthal. Das Stück gehörte zu den Kunstreihen des Unternehmens aus Selb und begeisterte auch Experte Schulte-Goltz: "Herausragend schön."
Die besondere Gestaltung des Tellers stammte aber nicht von Rosenthal, sondern von Friedensreich Hundertwasser. Mit dem Kunstwerk habe der Wiener Künstler seine Vorstellung davon zum Ausdruck gebracht, "wie wir utopisch die Welt verbessern können", erläuterte Schulte-Goltz. Der Name des Objekts war auf der Unterseite zu finden: "Spiralental."
Das Kunstobjekt (336) war auf 2.000 Stück limitiert. Auch das Herstellungsjahr ließ sich auf der Unterseite ablesen: 1983. Schulte-Goltz fiel dabei auf: "Besonders witzig und ein typischer Hundertwasser-Effekt ist, dass das Dekor auf der Unterseite weitergeführt wird - an einen Ort, wo man nicht immer automatisch guckt", erklärte der Experte.
"Mega, das habe ich noch nie gesehen"
Im Mittelpunkt stand aber das Motiv, das für Hundertwassers Schaffen charakteristisch war: Die Spirale symbolisierte den Fluss des Lebens. Daneben sorgten fühlbare Erhebungen, die Hügel darstellten für eine besondere Struktur. "Organische Elemente, die sich immer wieder auch in der Architektur des Künstlers wiederholen", erläuterte Schulte-Goltz. "Wunderbar", schwärmte Lichter und fragte nach der Preisvorstellung. Georg wünschte sich 300 Euro für seinen glasierten Teller aus Feinsteinzeug. Schulte-Goltz sah den Wert deutlich höher und schätzte 450 bis 600 Euro - obwohl das Dekor einige Kratzer aufwies. Tochter Yvonne freute sich über die positive Einschätzung: "Das ist toll."
"Hundertwasser", rief Christian Vechtel sofort, als er den Schalenteller enthüllte. Ein Raunen ging durch den Händlerraum: Der Künstler war schließlich nicht nur berühmt, sondern auch "extrem beliebt". Nachdem Vechtel die Angaben auf der Unterseite vorgelesen hatte, war David Suppes noch beeindruckter: "Mega, das habe ich noch nie gesehen."
Die Zusammenarbeit von Rosenthal und Hundertwasser war Suppes bislang unbekannt: "Wow, nicht schlecht." Er verdoppelte Vechtels 100 Euro, doch auch Liza Kielon hatte Interesse und legte mit 300 Euro nach. Eigentlich Georgs Wunschpreis, allerdings war der Verkäufer nach der Experten-Schätzung damit nicht mehr zufrieden: "Da ist noch Luft nach oben." Anschließend lieferten sich Kielon und Vechtel einen schnellen Schlagabtausch, bis die Händlerin für 520 Euro den Zuschlag erhielt. "Das ist mein erster Hundertwasser", freute sie sich über ihren Fang. Der Künstler begeisterte schließlich nicht nur mit seiner unverwechselbaren Formensprache, sondern auch mit seiner ökologischen Vision.