TV-Tipp: Mit diesem Film schrieb Tom Hanks Oscar-Geschichte
Autor: Teleschau
, Dienstag, 21. Juli 2026
Ein Glücksgriff: Robert Zemeckis' sechsfach oscarprämiertes Märchen mit Tom Hanks als glücklichem Simpel traf bei Publikum und Kritik einen Nerv.
Tom Hanks gehört zu jenen Darstellern, die sich bei ihren Arbeiten gerne auf alte Bekannte verlassen. Die gute Zusammenarbeit macht sich bezahlt. Etwa mit Ron Howard: Mit dem Regisseur drehte Hanks den Kassenschlager "Apollo 13" (1995), "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006) und dessen Fortsetzungen "Illuminati" (2009) und "Inferno" (2016). Auch mit Steven Spielberg arbeitete Hanks mehrfach zusammen, zuletzt bei dem Kriegsthriller "Bridge Of Spies" (2015).
Und nicht zuletzt verbindet ihn eine langjährige Freundschaft mit Robert Zemeckis. Gemeinsam entstanden "Cast Away" (2000), "Der Polarexpress" (2004) und "Here" (2024). Und natürlich: "Forrest Gump" (1994), der nun mal wieder bei Kabel Eins (Mittwoch, 22. Juli, 20.15 Uhr) zu sehen ist. Mit dem Film schrieb Tom Hanks Oscar-Geschichte: Er wurde - nach Luise Rainer, Spencer Tracy, Katharine Hepburn und Jason Robards - der fünfte Schauspieler, dem es gelang, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Oscar zu gewinnen.
Forrest Gump ist ein grundoptimistischer Held, den Regisseur Zemeckis bei seiner Reise durch die Zeit begleitet. Es ist eine fiktive Erfolgsgeschichte, ein Märchen, aber eben ein sehr unterhaltsames. Die Erzählung seines Lebens ist zugleich eine Schilderung der wichtigsten Stationen der Geschichte Amerikas seit den 60er-Jahren. Sie ist es, die Forrest durch Höhen und Tiefen seines Lebens schleudert. Sie macht ihn zum Helden einer Footballmannschaft, zum Lebensretter in Vietnam, zum Fernsehstar.
Das Leben? Die schönste Sache der Welt!
Forrest sitzt an einer Busstation fernab seines Zuhauses und erzählt den Menschen, die neben ihm Platz nehmen, seine Lebensgeschichte. Früh ist klar, dass er nicht zu den geistig Hellsten gehört. Er ist auf der Suche nach seiner Sandkastenliebe Jenny (Robin Wright Penn), um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Obwohl er immer wieder von ihr zurückgewiesen wird, kämpft Forrest unbeeindruckt weiter um ihr Herz.
Die Liebe zu Jenny ist so unerschütterlich wie sein grenzenloser Optimismus. Den bezieht Forrest aus der ihm ganz eigenen Naivität. Der Leitsatz seiner Mutter (Sally Field) lässt ihn sein Schicksal mit Leichtigkeit ertragen: "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie genau, was du bekommen wirst." Tiefschläge erträgt der Held des Films aus dem Bewusstsein heraus, nicht gegen sie angehen zu wollen, sondern sie zu akzeptieren.
Die Faszination von Zemeckis' Porträt erklärt sich aus der Bewunderung, die sich für den vermeintlich dummen Helden einstellt. Leicht findet man sich in Forrests schweren Stunden wieder, und fast beneidet man ihn um seine Intelligenzminderung, die ihm offenbar den Verzicht auf Selbstmitleid und Pessimismus gestattet. Er lässt sich treiben ohne politische Zielrichtung, kämpft für sein Land in Vietnam ebenso wie danach in der Hippie-Bewegung, ohne sich mit dem einen oder anderen Ziel weiter zu identifizieren. Für Außenstehende ist sein Leben Weinen und Lachen, für ihn selbst allemal die schönste Sache der Welt.
Quelle: teleschau – der mediendienst