Druckartikel: TV-Tipp: In dieser starbesetzten Horror-Komödie bleibt einem das Lachen in Hals stecken

TV-Tipp: In dieser starbesetzten Horror-Komödie bleibt einem das Lachen in Hals stecken


Autor: Teleschau  

, Freitag, 03. Juli 2026

Ein Luxus-Dinner der Extraklasse entwickelt sich zum tödlichen Albtraum: In der bitterbösen Horrorsatire "The Menu" servieren Ralph Fiennes und Anya Taylor-Joy schwarzen Humor und bissige Gesellschaftskritik.


Das von Seth Reiss und Will Tracy verfasste Drehbuch zu "The Menu" stand 2020 auf der "Black List" der besten noch unverfilmten Ideen Hollywoods. In der Umsetzung von Regisseur Mark Mylod wurde daraus ein atmosphärischer Horror-Thriller mit satirischen Zügen und generell sehr hohen Ansprüchen - für die Umsetzung der einzelnen Gerichte zog man mit Dominique Crenn (drei Michelin-Sterne) sogar eine echte Star-Köchin als Beraterin hinzu. Am Ende waren das die richtigen Zutaten: Die Horrorkomödie erhielt beste Kritiken und ist nun bei VOX (Samstag, 4. Juli, 22.40 Uhr) in einer Wiederholung zu sehen.

1.250 US-Dollar, so viel hat jeder und jede Teilnehmende für dieses mehrstündige Dinner hingeblättert. Aber dafür dürfen sie auch eine Menge erwarten. Chef Slowik (Ralph Fiennes) führt auf einer abgelegenen Insel ein ausgefallenes und spektakulär ausgestattetes High-End-Restaurant - dort zu dinieren, ist ein echtes Erlebnis. Man solle im "Hawthorne" nicht einfach bloß "essen", sondern "schmecken", darauf legt Slowik großen Wert.

Perfides Spiel um Leben und Tod

Geschmacklich ist der Besuch im "Hawthorne" auch jeden Cent wert. Dem Genussmenschen Tyler (Nicholas Hoult) schmeckt es sogar so gut, dass ihm zwischendurch vor lauter Ergriffenheit die Tränen kommen - "alles sehr bewegend", schwärmt er vor seinem Teller. Alle Gäste, darunter auch eine Restaurantkritikerin und ein Filmstar, sind hellauf begeistert. Nur eine lässt das alles kalt.

Margot (Anya Taylor-Joy, "Das Damengambit"), von Tyler im Rahmen eines Dates auf Hawthorne Island geschleppt, hält die ganze Haute-Cuisine-Geschichte für ziemlichen Blödsinn. Sie belächelt sie gar und ist als einzige anwesende Person vollkommen unempfänglich für Slowiks kulinarischen Zauber. So bringt Margot eine besondere Note (und eine neue Perspektive) in diese Geschichte, die ohnehin einen ziemlich verrückten Verlauf nimmt.

Nach und nach kommt heraus, dass Slowik in seinem Menü kleine Hinweise auf etwas Größeres versteckt hat, an einem Punkt philosophiert er unheilvoll: "Was in diesem Raum geschieht, ist bedeutungslos im Vergleich dazu, was draußen passiert." Später dann sieht man Stühle fliegen, Feuer brennen, Menschen im Rahmen eines perfiden Spiels um ihr Leben rennen.

Quelle: teleschau – der mediendienst