TV-Tipp: Dieser SciFi-Actionkracher eines Meisterregisseurs ist ein echter Geheimtipp
Autor: Teleschau
, Mittwoch, 29. Juli 2026
Riesige Monster, ebenso riesige Roboter: Guillermo del Toro haut in "Pacific Rim" auf den Putz. Platt ist der Film dabei aber nicht.
Die Apokalypse scheint mal wieder unumgänglich. Der "Pacific Rim" (zu Deutsch: pazifischer Gürtel) ist im gleichnamigen Sci-Fi-Actionfilm von 2012 Schauplatz des Unheils aus fernen Galaxien: Monsterhafte Aliens, sogenannte Kaiju, greifen aus dem Meer an. Sie durchbrechen nicht "Independence Day"-ähnlich den Horizont für ihren Schlag gegen die Menschen, sondern betreten den Planeten durch ein Portal am Grunde des größten Weltmeeres.
Ein Jahre andauernder Krieg beginnt. Millionen sterben, die Menschheit wähnt sich am Ende. Doch eine Spezialwaffe macht Hoffnung: die Jäger, kolossale Roboter, die stets von zwei Piloten gesteuert werden. Allerdings können in "Pacific Rim" (Donnerstag, 30. Juli, 22.40 Uhr, VOX), einem wirklich hervorragenden Film von Meisterregisseur Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth"), auch die Maschinen den unermüdlichen Angriffen der Aliens nicht ewig standhalten.
Schon der erste Kaiju (Japanisch für "seltsame Bestie") macht aus San Francisco einen Trümmerhaufen. Doch handelt der Film nicht von diesem Überraschungsangriff und dem fast vergeblichen Abmühen der Menschen beim ersten Kontakt. Die eigentliche Handlung setzt ein, als sich die Erdbewohner nach großen Erfolgen, die sie mit gigantischen Robotern gegen die Eindringlinge erzielten, abermals nicht mehr sicher wähnen. Die Aliens werden intelligenter, flinker, größer und kommen in immer kürzeren Abständen aus dem Ozean gekrochen. Sie passen sich, so scheint es, evolutionär ihrem Gegner an. Immer mehr Jäger, wie die Roboter genannt werden, fallen bei den Angriffen. Der Krieg verschlingt die Ressourcen, die Menschheit verarmt. Eine Lösung muss her.
"Spektakel und Menschlichkeit waren mir gleichbedeutend"
Hier kommen die Jägerpiloten Raleigh Becket (Charlie Hunnam) und Mako Mori (Rinko Kikuchi) ins Spiel, angeführt vom hervorragenden Idris Elba als Offizier Stacker Pentecost. Raleigh und Mako sind gebrochene Seelen, geprägt von Verlusten, was besonders beim Steuern der Roboter zum Tragen kommt: Um die Jäger zu lenken, bedarf es zwei Piloten, die über eine Neuronenbrücke verbunden sind. So können Raleigh und Mako in den Kopf des jeweils anderen schauen, sehen dessen Gedanken und Gefühle. Eine große Belastung für beide, die bis an die Substanz zu gehen scheint.
Gerade diese menschliche Note sowie die Tiefe der Charaktere waren Regisseur Guillermo del Toro sehr wichtig: "Ich habe den Film mit dem Herzen eines Zwölfjährigen gemacht", erzählt der Mexikaner in einem Interview, "doch Spektakel und Menschlichkeit waren mir gleichbedeutend." Dass sich del Toro künstlerischen und intellektuellen Anspruch ("Pans Labyrinth") auf die Fahne geschrieben hat und dies gut mit Action zu verknüpfen weiß ("Hellboy"), ist kein Geheimnis. Klar, dass dann "Pacific Rim" beileibe kein dumpfes Haudrauf sein kann, auch wenn die bombastisch inszenierten Kämpfe zwischen Robotern und Kaiju im Vordergrund stehen.
Quelle: teleschau – der mediendienst