"Gott vergibt - Ariel nie": Reality-Sternchen bohrt im Dschungelcamp weiter - und trifft einen Nerv bei Gil
Autor: Rupert Sommer
, Donnerstag, 05. Februar 2026
Gil Ofarim erholt sich von seinem Unfall, doch die Schonfrist im Dschungelcamp endet schnell. Ariel zeigt sich gnadenlos - und befeuert obendrein die Abwahl einer Konkurrentin.
Vielleicht ist die wichtigste Botschaft, die vom Unglücksvortag und seinen Folgen ausgeht: Gil Ofarim geht es wieder soweit gut, auch wenn er diesmal seine Repräsentationsaufgaben im RTL-Dschungelcamp fast im Dauerschlaf absolviert, an keinen Prüfungen oder Nachtwachen teilnehmen kann - und tatsächlich auch noch arg gekennzeichnet wirkt von seinem Sturz auf eine schwimmende Plattform.
Über "Schädelweh" klagt er am Tag danach. Allerdings rührt das nicht nur von möglichen Prellungen und dem abklingenden Schmerzmitteln, sondern vom steten Nachbohren einer Mitcamperin: Ariel zeigte am Tag 13 zwar einen Hauch von Empathie für Gil. Aber schnell findet sie zu ihrer Härte gegenüber dem Mann, den sie laufend als "Verräter" und "Lügner" attackiert, zurück.
"Das ändert nichts an der Tatsache, dass er für mich einfach ein böser Mensch ist."
"Was Gil passiert ist, das wünsche ich niemandem, nicht mal meinem größten Feind. Alles, was gesundheitlich ist, da habe ich totales Mitgefühl, und das tut mir auch leid für Gil", säuselt sie im Dschungeltelefon. "Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass er für mich einfach ein böser Mensch ist. Das wird sich auch nicht ändern, weil er gerade verletzt ist."
Dass Gil zudem nicht gesundheitsbedingt die Reißleine gezogen hat, sondern offenbar aus freien Stücken wieder zurück ans qualmende Buschfeuer gekommen ist, nimmt sie ihm richtig übel. Und das lässt sie den Mann spüren, wie auch Moderator Jan Köppen fast ein wenig mitleidig feststellt. "Gott vergibt - Ariel nie", sagte er und spielte damit auf die ähnlich gnadenlose Härte (und die Selbstgerechtigkeit) eines alten "Django"-Western an. "Was ist jetzt die Wahrheit?", bohrt das Reality-Sternchen nach und wissen. Gehe es ihm ums Geld oder um etwas anderes? "Ich verstehe nicht, was du von mir hören willst", erodiert die Geduld des Sängers, der irgendwann zurück giftet "Du bist schadenfroh!" - und sie derbe angeht.
Ariels Unfähigkeit, die Dinge auch mal auf sich beruhen zu lassen, und ihre Anmaßung, als vermeintlich Einzige im Lager über einen moralischen Kompass zu verfügen, trifft diesmal schnell auch andere. Die Frau, die von sich selbst sagt, dass sie lange Pfadfinderin war, scheint der Devise des täglichen Erinnerns an eine böse Tat zu folgen. Und so reißt sie auch bei der unappetitlichen Fremdschlaf-Affäre zwischen ihren Camp-Mitinsassinnen Eva (die vormals eine kurze Affäre mit Samiras früheren Ehemann hatte) und der einst Betrogenen wieder auf.
Eva plappert sich in der Deutung der Affäre um Kopf und Kragen - und fliegt!
Die Perfide dabei: Reality-Sternchen Eva Benetatou, die es einst in der Reality-Reihe "The Bachelor" bis auf den zweiten Platz gebracht hatte, tappt in eine Art Falle, die durch Ariels Rach- und Verfolgssucht ausgelöst wird. Und das letztlich mit bösem Resultat, weil sich Eva bei der gemeinsamen Nachtwache um Kopf und Kragen quasselt, irrwitzige Rechtfertigungstheorien entwickelt - und vom Publikum dann überraschend hart abgestraft wird: Eva muss das Camp verlassen! Ihre Australienreise ist zu Ende.
Gut möglich, dass ihr eine allzu selbstgefällige, nicht wirklich schlüssige Mythenbildung in eigener Sache zum Verhängnis wurde: Beim nächtlichen Bewachen der Lagerfeuerflammen und beim Flüstern über die vielen treulosen Männer da draußen, vertritt Eva eben noch eine These, die sie nach dem Rauswurf durch die RTL-Anrufer bitter bereuen wird: "Ich wünsche mir, dass Samira das in Kraft umwandelt und ihren Wert dann erkennt", sagt sie über ihren eigenen einstigen One-Night-Stand mit Serkan Yavuz.