TV-Doku zeigt, wie Justin Timberlake 'NSYNC ruinierte: "Er schubste uns einfach zur Seite"
Autor: Teleschau
, Montag, 08. Juni 2026
Joey Fatone war mit 'NSYNC einst der Schwarm von zig Tausenden von Mädchen. Dank der Boygroup wurde er berühmt, erfolgreich und wohlhabend. Und dank seinem Bandkumpel Justin Timberlake ging das alles zum Teufel.
'NSYNC, Backstreet Boys, O-Town - sie machten den Musiktraum wahr, eroberten die Charts, sonnten sich in Ruhm und Reichtum. Sie brachen millionenfach Mädchen-Herzen - und mussten selbst höllisch aufpassen, dass sie selbst heil blieben an Leib und Seele im Achterbahn-artigen Trubel des Milliardengeschäfts Boyband. In der Dokumentation "Boy Band Confidential" packen Mitglieder der bekanntesten amerikanischen Boybands darüber aus, wie der Boyband-Traum für viele zum Albtraum wurde.
Joey Fatone war nicht nur 'NSYNC-Mitglied, sondern ist einer der Produzenten der vierteiligen und insgesamt fünfstündigen Dokumentation. Mit dem Titel "Boy Band Confidential", zu deutsch "Boy Band Vertraulich", verspricht er nicht zu viel. Denn nie zuvor haben Boygroup-Mitglieder so schonungslos über die Schattenseiten ihres Berufs berichtet - von finanzieller Ausbeutung über Drogen- und Alkohol-Abstürze bis hin zu sexuellen Belästigungen. Die Doku ist vollständig ab Freitag, 12. Juni bei discovery+ zu sehen. Ab 30. Juni wird die Doku-Serie jeweils dienstags um 20.15 Uhr auf TLC im Free-TV gezeigt.
'NSYNC-Mitglied klagt über Band-Aus: "Es gab nie einen Abschied"
Joey Fatone (49) saß bis 2002 gemeinsam mit Justin Timberlake (44), JC Chasez (48), Chris Kirkpatrick (54) und Lance Bass (46) mit 'NSYNC im Boyband-Olymp. Ihre Alben waren zeitweise erfolgreicher als die der Backstreet Boys. 'NSYNC wurden 1995 gegründet, zwei Jahre nach den Backstreet Boys - und zwar vom selben Mastermind: Lou Pearlman. Der 2008 im Alter von 62 Jahren verstorbene Multimilliardär bastelte nach dem Vorbild der New Kids On The Block erst die Backstreet Boys zusammen und machte denen dann mit'NSYNC im eigenen Lager große Konkurrenz.
In Lou Pearlmans generalstabsmäßig organisierten Talentschmiede in Orlando wurde viel getan, viel gewirbelt, aber die Kommunikation war schlecht. Es wurde verheimlicht, belogen, abgetan. Kein Wunder, dass das Ende von 'NSYNC auf ähnliche Art zustande kam. "Es gab nie ein Gespräch. Es gab nie einen Abschied. Es gab nichts", sagt Joey Fatone in der Dokumentation. Aber es war nicht Pearlman, der 'NSYNC abservierte - es war Justin Timberlake.
Solo-Album von Justin Timberlake änderte alles für 'NSYNC
2002 schwebten 'NSYNC auf Erfolgswolke sieben. Ihre Alben und Tourneen hatten sie zu Millionären gemacht - nachdem sie sich 1999 von ihrem Entdecker und Förderer Lou Pearlman "freigeklagt" hatten. Der hatte sie jahrelang finanziell ausgesaugt. Die Zukunft schien für das Quintett rosig. Da meinte Justin Timberlake, er wolle eine Solo-Platte aufnehmen.
"Alles klar, hab Spaß", habe ihm Fatone damals gesagt. Er habe nie an etwas Böses gedacht. "Das erste Mal, dass ich dachte, da stimmt doch was nicht, war bei MTV." Da traten 'NSYNC zwar zu fünft bei den "2002 MTV Video Music Awards" ans Mikro - aber nur, um Justins ersten Solo-Auftritt anzukündigen.
Im Video von dem Auftritt kann man sogar sehen, wie verstört Joey Fatone ist. Es war der letzte gemeinsame Auftritt für viele Jahre. Denn "Justified", das Solo-Album von Justin, ging durch die Decke. Plötzlich war das Nesthäkchen von 'NSYNC der neue Superstar und die Band vergessen. Joey scheint das auch heute noch zu beschäftigen: "Er hat uns einfach zur Seite geschubst."