"Tut weh": Händler zahlt bei "Bares für Rares" viel zu viel für Plastik-Kübel
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 20. Mai 2026
Damit hatte die "Bares für Rares"-Verkäuferin wohl nicht gerechnet. Aber ihr knallroter Getränkekühler aus Plastik wurde im Händlerraum zum Liebhaberobjekt - und von Walter Lehnertz am Ende teuer bezahlt ...
Ein knallroter Champagnerkühler aus Plastik sorgte bei "Bares für Rares" für einen hitzigen Bieter-Krimi: Walter Lehnertz und Julian Schmitz-Avila lieferten sich ein erbittertes Duell um das "Mordsding" von Piper-Heidsieck. Am Ende zahlte "Waldi" ein Vielfaches von Wunsch- und Schätzpreis - obwohl der Kübel sogar deutliche Gebrauchsspuren hatte.
"Selbst in einem dunklen Raum findet man den", scherzte Lichter über die knallige Farbe des Champagnerkühlers. Verkäuferin Romaine aus Dudelange in Luxemburg hatte das auffällige Objekt auf einem Flohmarkt entdeckt und kurzerhand gekauft. "Schön ist das Dingen", fand der Moderator und Annika Raßbach ergänzte: "Wunderschön."
Horst Lichter ahnt: "Liebhaber zahlen vielleicht sogar mehr ..."
Annika Raßbach erklärte, dass der Kühler für Champagner, Sekt und "eigentlich alle anderen Getränke" vom traditionsreichen Champagnerhaus Piper-Heidsieck stammte. Das Unternehmen wurde bereits 1785 von Florens-Louis Heidsieck im französischen Reims gegründet. "Das ist eine hochqualitative Marke", betonte die Expertin.
Auch der Designer des Kübels war auf dem Objekt verewigt: der spanische Künstler Jaime Hayon. Expertin Raßbach fand es zudem "großartig", dass sich der renommierte Möbeldesigner bei seinem Entwurf an prunkvollen Vorbildern aus dem 18. Jahrhundert orientiert hatte. Damals waren die Kühlgefäße aber aus Silber oder Gold.
Dabei handelte es sich um ein Werbemittel der Firma Piper-Heidsieck, das speziell für Messeauftritte produziert und nie frei verkauft wurde. Eine genaue Stückzahl war Raßbach zwar nicht bekannt, sie ordnete das Sammlerstück jedoch auf das Jahr 2006 ein. Leider fand sie auch Kratzer im Inneren, aber mit Eis und Champagner "sieht das kein Mensch".
Für ihren Flohmarktfund wünschte sich die Verkäuferin Romaine gerade mal 50 Euro. Expertin Raßbach taxierte den Wert aber höher auf 130 bis 180 Euro. Ausschlaggebend war vor allem der renommierte Champagnerhersteller sowie das Design von Jaime Hayon. Auch Lichter ahnte: "Liebhaber zahlen vielleicht sogar mehr ..."
"Dafür bekommt man den Kübel fast in Silber"
Und dass sich im Händlerraum einige Liebhaber französischen Champagners befanden, wurde schnell deutlich. Kaum entdeckte Julian Schmitz-Avila den Namen Piper-Heidsieck auf dem Kühler, gab er offen zu: "Den trink ich." Doch auch Walter Lehnertz zeigte sofort Interesse an dem außergewöhnlichen Stück, denn: "Ich habe bald eine Veranstaltung."