Trotz "Tatort"-Rente: Hat das Münchner Kult-Duo Batic/Leitmayr eine Zukunft?
Autor: Elisa Eberle
, Donnerstag, 02. April 2026
Die "Tatort"-Ära von Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) ist vorbei: Am Ostermontag ermittelten die beiden inzwischen pensionierten Kommissare in ihrem allerletzten Fall. Oder vielleicht doch nicht? Ein Hintertürchen lässt sich der BR nämlich doch noch offen.
Es war die Frage aller Fragen für viele Fans der deutschen Krimi-Unterhaltung: Wie würden sich die beiden Münchner Ermittler-Ikonen Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) wirklich nach 35 Jahren vom "Tatort" verabschieden?
Den eigenen Filmtod hatten die Schauspieler im Vorfeld immer wieder mal mehr, mal weniger vehement ausgeschlossen. Und dennoch schien es gegen Ende des 90-Minüters "Tatort: Unvergänglich (2)" am Ostermontag kurzzeitig so, als würde zumindest einer der beiden den letzten Einsatz nicht überleben ...
Wie war die Ausgangslage im "Tatort: Unvergänglich (2)"?
Bei dem Film handelte sich um die Fortsetzung der Krimigeschichte, die bereits mit dem "Tatort: Unvergänglich (1)" am Ostersonntag begonnen hatte: Vier Tage vor ihrem Renteneintritt ermittelten Batic und Leitmayr darin im Fall einer Brandleiche: Die Tote war Micaela Horvat, die für eine slowenische Firma arbeitete, die Reinigungsmittel für Autowaschanlagen vertreibt. In München wohnte Horvat in einer Wohnung, die sie über ein Online-Portal für Kurzzeitvermietungen gefunden hatte.
Der wohnungslose Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann) und seine einstige Pflegeschwester Kara Roth (Lara Feith) nutzten das Portal ebenfalls, um kostenfrei in den gerade leerstehenden Wohnungen zu übernachten. Die Schlüssel dafür hatten sie sich in einem ausgeklügelten System nachmachen lassen.
Am Tag von Horvats Tod, so ermittelten Batic, Leitmayr und ihre Kollegen, hätte sich Mike irrtümlich in Horvats Wohnung aufgehalten. Er sei von Micaela in der Wohnung überrascht worden, gestand Mike. Im Affekt habe er sie daraufhin getötet. Nach seinem Geständnis stürzte sich Mike in den Tod. Kara machte eine Aussage und Leitmayr gab ihr seine private Nummer, für den Fall, dass sie in Zukunft noch einmal Hilfe benötigen würde.
Worum ging es im "Tatort: Unvergänglich (2)"?
Zu Beginn von "Tatort: Unvergänglich (2)" fand Leitmayr nun eine Nachricht von Kara auf seiner Mailbox: "Sie müssen mir helfen. Ich werde verfolgt." Sie versprach ihm, die Wahrheit zu erzählen, wenn er ihr helfe. Der Ermittlersinn des Alt-Cops war sofort geweckt. Er alarmierte seinen ehemaligen Kollegen und jetzigen Nachfolger Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer). Doch der steckte mitten in einer Tötungsserie aus dem Drogenmilieu und weigerte sich, den alten Fall neu aufzurollen. Also kontaktierte Leitmayr seinen Ex-Kollegen Batic, der aus Kroatien zurückkam. Gemeinsam begannen sie auf eigene Faust als Rentner zu ermitteln.
Wie sich herausstellte, arbeitete Horvat für ein kriminelles Netzwerk, das unter dem Deckmantel einer Reinigungsmittel-Firma von Constantin Zieringer (Gerhard Wittmann) die Droge Captagon verteilte. Hinter die ganze Geschichte kamen die beiden Münchner Ex-Kommissare auch dank der Hilfe alter Freunde, die wie schon im ersten Film von prominenten Gaststars gespielt wurden.