Druckartikel: Traum vom eigenen Designer-Haus bei "Bares für Rares" zu verkaufen - Schätzpreis wird übertroffen

Traum vom eigenen Designer-Haus bei "Bares für Rares" zu verkaufen - Schätzpreis wird übertroffen


Autor: Michael Eichhammer

, Dienstag, 07. Juli 2026

Baupläne von einem internationalen Architekten und Designer sollten laut den Verkäufern viel Geld wert sein. Der Experte stimmte zu. Doch sahen die Händler das auch so? Die Dienstagsfolge von "Bares für Rares" hatte ein klares Highlight ...


"Ui, was haben wir denn jetzt?" Horst Lichter rätselte über den Inhalt einer riesigen hölzernen Kassette. Auch der Experte war schwer beeindruckt. "Etwas sehr Spektakuläres", erwiderte Colmar Schulte-Goltz ...

"Guck mal hier!" Der Experte lenkte Lichters Blick auf ein Detail: "Mit der Unterschrift eines sehr bedeutenden Designers." Lichter erkannte den berühmten Namen: "Philippe Starck". Er staunte: "Respekt, Respekt." Colmar Schulte-Goltz fand das Objekt ebenfalls "toll".

Horst Lichter fand noch etwas heraus: "Es riecht gut." Er war sicher: "Auf jeden Fall ist das sehr außergewöhnlich." Das konnten die Besitzer bestätigen. Das Ehepaar war aus Hamburg zu "Bares für Rares" nach Köln angereist.

"Toll, superspannend"

Ulrike und Heiko hatten die Baupläne in Frankreich gekauft. Eigentlich, um damit ein Wochenendhaus zu bauen. Doch auf dem Grundstück, für das sie sich entschieden, stand bereits ein Haus. Die Baupläne wurden von ihnen also nie umgesetzt.

"140 Quadratmeter, über zwei Ebenen", erwiderte Heiko auf Lichters Frage nach der Größe. Es sei "etwas sehr Besonderes", fand er selbst. "Ein Koffer zum Hausbau." Schulte-Goltz beeindruckte, dass Philippe Starck "das tätsächlich handsigniert" hat.

"Insgesamt gab es 500 solcher Koffer mit den Bauplänen, einem Zimmermannshammer und einem kleinen Fähnchen, das man am Ende obendrauf setzen konnte", wusste der Experte. Auch Fotos des Prototypen waren - für die Vorfreude etwaiger Bauherren - dabei.

Eine Videokassette zeigte zudem, wie es im Inneren aussehen könnte. Heiko hatte die Baupläne mitsamt dem Inhalt des Videos digitalisiert und auf einem USB-Stick beigefügt. "Da sehen Sie den ganzen Bau vom Start bis zum Ende", referierte er.

Ein mit Heiko befreundeter Architekt arbeitete mit Philippe Starck zusammen. Der Star-Designer und -Architekt signierte das Heft für Heiko. "Toll, superspannend", begeisterte sich Colmar Schulte-Goltz.

Den stolzen Wunschpreis von 2.500 Euro hielt Colmar Schulte-Goltz für angemessen. "Ich könnte mir vorstellen, der eine oder andere von den Herrschaften hat noch kein eigenes Gebäude und somit hätte er alles", dachte Lichter über die Händler nach.

"Das habe ich nicht gedacht"

"Also das ist etwas Architektonisches auf jeden Fall, aber was?", rätselte Wolfgang Pauritsch. "Beeindruckend. Und sieht alles so neu aus", lobte Anaisio Guedes.

Pauritsch faltete eine Karte auf und kassierte dafür eine bissige Bemerkung von Fabian Kahl. "Das ist nie aufgefaltet worden, das wäre auch richtig was wert, wenn man es nie aufgefaltet hätte."

"Aber warum ist da ein Hammer und eine Kassette dabei?", fragte sich Guedes. Pauritsch begrüßte Ulrike und Heiko: "Ein besonderes Kunstwerk haben Sie uns mitgebracht, wir haben es noch nicht ganz überrissen."

"Wieso hat Philippe Starck diese Box gemacht, das verstehe ich noch nicht so ganz", gab Fabian Kahl zu. "Also er hat einen Pavillon gebaut?", glaubte er. "Ein Baukasten für ein Pavillon ... -Haus", rätselte der Händler David Suppes.

Fast. "Für ein Einfamilienhaus", korrigierte Heiko. "Ich habe keine Ahnung von diesem Objekt, aber ich starte mit 500 Euro", eröffnete Wolfgang Pauritsch. Anaisio Guedes und David Suppes folgten, ebenso wie Fabian Kahl. Nur Elke Velten zeigte keinerlei Interesse an den Bauplänen.

Fabian Kahl erreichte die 2.000-Euro-Marke. Pauritsch staunte: "Willst du ein Haus bauen, Fabian?" Der verneinte, gab aber zu: "Mich würde ja interessieren, was das Haus heute kosten würde, wenn man es bauen würde."

Als das Paar den Schätzpreis von bis zu 2.500 Euro nannte, bot Anaisio Guedes 100 Euro mehr: 2.600. "Schon speziell", dachte Kahl laut. "Ich finde die Signatur sehr gut." Doch David Suppes bot mehr: 2.700 Euro. Deal!

"Das habe ich nicht gedacht", murmelte David Suppes über seinen Impulskauf. "Ich auch nicht", erwiderte Heiko. Der hohe Preiswunsch, der sich mit der Expertise deckte, wurde tatsächlich übertroffen. "Spekulativ, aber gut", kommentierte Pauritsch.

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Einen Koffer aus den 1920er-Jahren wollten Bettina und Sylvia verkaufen. Bis zu 500 Euro erhofften sie sich. Detlev Kümmel bremste auf 250 Euro. Anaisio Guedes bezahlte 500. Bettina gab danach zu: Sie hatte den Koffer für 80 Euro auf einem Krämermarkt erstanden.

Einen Ring aus 333er Gold mit Gouache-Malerei wollte Tilman für 100 Euro veräußern. Wendela Horz erhöhte auf 600. Doch wer war porträtiert? "Mozart", glaubte Fabian Kahl. David Suppes war sicher: "Ein alter Mann". Wolfgang Pauritsch kaufte den Unbekannten für 370 Euro.

"Der hat so viel Intelligenz, da könntest du ein paar Leute draus machen", lobte Lichter den Kollegen. Der taxierte auf 180 Euro für die Vase von KPM. Elena und Jordi dachten ursprünglich an 300 Euro. David Suppes war das Objekt 350 Euro wert.

Sechs britische Mokka-Löffel mit Pferdemotiv aus Emaille wollten Jessica und Sabine für 40 Euro veräußern. Wendela Horz erhöhte auf bis zu 200. Anaisio Guedes bezahlte sogar 260 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst