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Tatort München: Heute läuft der finale Abschied von Batic & Leitmayr
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa, Stefan Lutter
München, Montag, 06. April 2026
Nach 35 Jahren und 100 Fällen endet heute Abend die Ära von Batic und Leitmayr. Um 20:15 Uhr läuft Teil 2 der finalen Doppelfolge "Unvergänglich" im Ersten.
Es ist das Ende einer Ära: Nach 35 gemeinsamen Dienstjahren und insgesamt 100 gelösten Fällen verabschieden sich Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl als Batic und Leitmayr vom Münchner Tatort. Die beiden Schauspieler haben nicht nur Fernsehgeschichte geschrieben, sondern auch Generationen von Zuschauern begleitet – mit großer schauspielerischer Präzision, Leidenschaft, Charme und einer guten Portion bayerischen Humors. Über eine Milliarde Zuschauer haben die beiden Kommissare in ihrer beispiellosen Karriere erreicht.
Der Abschied erfolgt standesgemäß: Mit einer Doppelfolge an diesem Osterwochenende, einer emotionalen Kino-Premiere in München vor mehr als 250 begeisterten Fans und einer eigenen Dokumentation würdigt der Bayerische Rundfunk seine scheidenden Kult-Ermittler. Während der erste Teil der finalen Doppelfolge gestern Abend ausgestrahlt wurde, steht heute Abend um 20:15 Uhr im Ersten der finale Abschluss an – danach bleibt die Freundschaft zwischen Nemec und Wachtveitl bestehen, denn das Ende der Filmfiguren ist längst kein Ende für das befreundete Schauspieler-Duo.
Heute Abend: Der finale Abschied in "Unvergänglich" Teil 2
Gestern Abend startete die finale Tatort-Doppelfolge "Unvergänglich" um 20:15 Uhr im Ersten – heute Abend, Ostermontag, 6. April 2026, läuft um 20:15 Uhr der zweite und letzte Teil. Der letzte Fall stellte Ivo Batic und Franz Leitmayr noch einmal vor ein rätselhaftes Verbrechen: Eine verbrannte Leiche wird tief unter der Stadt gefunden, und während die letzten Tage ihrer Karriere verstreichen, stellen die Ermittler fest, dass ein mörderisches Phantom durch München schleicht. In Teil 2 wird es richtig spannend: Ihr letzter Fall holt Franz und Ivo im Ruhestand ein und zwingt sie, die Ermittlungen als Privatleute fortzusetzen. Trotz Widerständen ist Aufgeben keine Option. Die wichtigsten Fakten zur Abschiedsfolge:
Sendetermin Teil 1: Ostersonntag, 5. April 2026, 20:15 Uhr im Ersten (bereits ausgestrahlt)
Sendetermin Teil 2: Heute, Ostermontag, 6. April 2026, 20:15 Uhr im Ersten
Titel: "Unvergänglich" (Doppelfolge – Fall 99 und 100)
Regie: Sven Bohse (bekannt durch "Wir kriegen euch alle")
Drehbuch: Johanna Thalmann und Moritz Binder (beide auch "Dreams")
Besetzung: Miroslav Nemec, Udo Wachtveitl, Ferdinand Hofer, Stefan Betz, Eva Karl Faltermeier, Johanna Bittenbinder, Lisa Wagner, Michael Fitz und weitere
Dokumentation: "Batic und Leitmayr – Die Zwei vom Tatort sagen Servus" heute um 21:45 Uhr im Ersten (im Anschluss an Teil 2)
Verfügbarkeit: Beide Teile sind in der ARD Mediathek abrufbar
Zu Beginn der finalen Doppelfolge standen Batic und Leitmayr kurz vor der Rente. Leitmayr gab vor Hammermann an: "Vier Tage haben wir noch, das reicht uns eh – wetten?" Und Batic ergänzte: "Wir arbeiten bis zum Schluss – und wenn dann Schluss ist, dann ist Schluss." Doch mit einem ungelösten Fall geht es sich schlecht in den Ruhestand – und erschießen lassen wollen sie sich so kurz vorher auch nicht. Der Fall nahm viele dramatische Wendungen, die das Ermittler-Duo bis zur letzten Minute fordern.
Emotionale Kino-Premiere und offizielle Verabschiedung
Am Donnerstagabend, 26. März 2026, feierte "Unvergänglich" Kino-Premiere in der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) vor mehr als 250 begeisterten Fans. In Anwesenheit zahlreicher Weggefährten der scheidenden Kommissare – darunter Ferdinand Hofer, Stefan Betz und viele andere – wurde das Ende einer Ära zelebriert. Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), oberster Dienstherr der Polizei im Freistaat und bekennender "Tatort"-Fan, gratulierte dem Ermittler-Duo auf der Bühne und überreichte ihnen offiziell Ruhestandsurkunden der bayerischen Polizei.
Video:
BR-Kulturdirektor Björn Wilhelm würdigte die beiden Schauspieler mit bewegenden Worten: "35 Jahre Tatort München, 100 Fälle, zusammen vermutlich über eine Milliarde Zuschauer! Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl haben als Batic und Leitmayr Fernsehgeschichte geschrieben – mit großer schauspielerischer Präzision, Leidenschaft, Charme und einer guten Portion bayerischen Humors.
Ihr Anspruch war immer derselbe: einen herausragenden Krimi zu erzählen und zugleich die Welt, in der wir leben, ernst zu nehmen." Und er fügte hinzu: "Vor diesem außergewöhnlichen Tatort-Lebenswerk verneigt sich der Bayerische Rundfunk: Ihr wart immer unverwechselbar – ab heute Abend seid ihr 'unvergänglich'."
Ständchen zum "Tatort"-Abschied von Nemec und Wachtveitl
Wie es ihren Filmfiguren Batic und Leitmayr geht, so schien es auch Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl am Premierenabend zu gehen: Bitte nicht zu viel Aufhebens, nicht noch eine Ehre, keine weitere Überraschung. Doch wer genau hinschaute, sah die beiden auch irgendwie dankbar lächeln – denn das Ende von Batic und Leitmayr ist noch lange kein Ende für das längst befreundete Schauspieler-Duo. Neben der Doppelfolge zeigt Das Erste heute Abend im Anschluss an Teil 2, um 21:45 Uhr, die Dokumentation "Batic und Leitmayr – Die Zwei vom Tatort sagen Servus", die ebenfalls in der ARD Mediathek verfügbar sein wird.
Nach 35 Jahren neigt sich das Kapitel dem Ende zu: Miroslav Nemec (71) und Udo Wachtveitl (67), bekannt als Batic und Leitmayr, verabschieden sich vom "Tatort". In München feierte nun ihr letzter Fall mit dem Titel "Unvergänglich" Premiere. Damit haben die Schauspieler 100 Episoden der Kult-Krimiserie ins Fernsehen gebracht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der oberste Dienstherr der bayerischen Polizisten und laut eigenen Aussagen "bekennender 'Tatort'-Fan", überreichte ihnen daher - und weil sie "ein realistisches Bild von der Polizeiarbeit" vermittelt hätten - nach der Filmvorführung offiziell ihre Ruhestandsurkunde.
Die Kommissare bedankten sich mit einem Ständchen bei ihrem Publikum und fassten ihre 35 "Tatort"-Jahre mit ihrem selbst gedichteten Lied "Am Sonntag um Viertel nach acht", zur Melodie von Hans Albers' "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" zusammen. "So stark ändert sich das Leben gar nicht", sagte Wachtveitl, der als Kommissar Franz Leitmayr Berühmtheit erlangte. Schließlich hätten er und Nemec (Kommissar Ivo Batic) auch in den letzten Jahrzehnten bereits acht Monate im Jahr andere Projekte verfolgt als einen "Tatort" zu drehen - "und jetzt sind es eben zwölf Monate". Die beiden Schauspieler, die auch vom Münchner Polizeipräsidenten Thomas Hampel und zwei Polizeipferden verabschiedet wurden, freuten sich darüber, dass sie "mätzchenlos durch diese 35 Jahre" gekommen seien und in ihren "Tatorten" stets die Fälle im Mittelpunkt der Geschichten gestanden hätten und nicht die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittler.
Der Assistent als Nachfolger
Ihre Nachfolger stehen schon bereit: Ferdinand Hofer, als Kalli Hammermann inzwischen vom ewigen Assistenten zum Kommissar aufgestiegen, ermittelt nun an der Seite von Carlo Ljubek als SEK-Schichtleiter Nikola Buvak. Zwei Filme haben die beiden bereits abgedreht, die Ausstrahlungstermine waren jedoch zunächst unklar.
Den Unterschied zu den früheren Kollegen bemerke man "deutlich an der Haarfarbe", sagte Hofer der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Premiere in der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF): "schwarze Haare und nicht mehr graue".
Der Kulturdirektor des für den Münchner "Tatort" verantwortlichen Bayerischen Rundfunks, Björn Wilhelm, rechnete vor, dass das Ermittler-Duo seit ihrem ersten Fall im Jahr 1991 rund 814 Millionen Zuschauer erreicht habe - und das nur mit den Erstausstrahlungen ihrer Fälle am Sonntagabend im Ersten. Mit den Wiederholungen seien es noch viel mehr. "Die Milliarde habt Ihr sicher geknackt", sagte Wilhelm. "Ihr habt Fernsehgeschichte geschrieben. Das klingt groß und das ist groß." Daher seien die beiden wie der Titel ihres letzten Falles: "unvergänglich".
Die 12 besten Tatort-Fälle mit Batic und Leitmayr – ausgewählt von den Schauspielern selbst
Welche Fälle waren die besten? Diese Frage dürfte sich wohl jeder Tatort-Fan schon einmal gestellt haben – doch wenn die Antwort direkt von den Ermittlern selbst kommt, bekommt sie besonderes Gewicht. Für das Buch "Nemec und Wachtveitl – Das Münchner Kult-Duo" aus dem Gmeiner Verlag haben sich die Schauspieler Miroslav Nemec (71) und Udo Wachtveitl (67) auf zwölf Folgen festgelegt, die sie für ihre gelungensten halten. Aus 100 Fällen die besten auszuwählen, ist keine leichte Aufgabe – doch die persönliche Best-of-Liste der beiden Darsteller bietet einen einzigartigen Einblick in 35 Jahre Münchner Tatort-Geschichte aus der Perspektive derer, die Batic und Leitmayr zum Leben erweckt haben.
"Frau Bu lacht" (1995) – Der Durchbruch für das Münchner Ermittler-Duo unter der Regie von Dominik Graf. Mit viel Feingefühl widmet sich der Film den heiklen Themen Frauenhandel und Kindesmissbrauch. "Allerallerspätestens mit diesem Fall wurden wir in die Umlaufbahn katapultiert", erinnert sich Wachtveitl.
"Norbert" (1999) – Eine außergewöhnliche Geschichte über Einsamkeit: Der einsame Norbert Heckel (großartig: Jürgen Tarrach) gesteht einen Mord, den er nicht begangen hat – nur um endlich Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein berührender Fall, der am 11. April im BR wiederholt wird.
"Ein mörderisches Märchen" (2001) – Einer der dramatischsten Fälle: Theaterstar Hilmar Thate spielt einen Märchenonkel, der nicht nur mehrere Morde auf dem Gewissen hat, sondern auch ein Mädchen aus seiner Nachbarschaft entführt hat.
"Im freien Fall" (2001) – Diese Folge geht in die Geschichte ein, weil sie neben einer starken Krimigeschichte eine hinreißende Lovestory zwischen Leitmayr und der Kunstmalerin Anne Mars (Jeanette Hain) erzählt. Nie hat man den sonst so sachlichen Kommissar emotionaler gesehen – tief glücklich und am Ende ebenso verzweifelt.
"Nicht jugendfrei" (2004) – Fast 40 Jahre nach "Raumpatrouille Orion" standen Dietmar Schönherr und Eva Pflug erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera. Tiefsinnig und herrlich leicht zugleich erzählt der Film von drei Rentnern, die ihre Altersbeschwerden mit Drogen erträglicher machen.
"Der oide Depp" (2008) – Die Kommissare rollen ein Verbrechen aus dem Rotlichtmilieu der Sechzigerjahre wieder auf. Mit grandiosen Darstellern wie Jörg Hube und einer kunstvollen Schwarz-Weiß-Inszenierung der Rückblenden ist dieser Fall originell und visuell beeindruckend.
"Wir sind die Guten" (2009) – Die Einteilung in Gut und Böse wird komplett auf den Kopf gestellt: Batic hat bei einem Autounfall sein Gedächtnis verloren und wird verdächtigt, eine Polizistin ermordet zu haben. "Mehr Fleisch an einer Rolle geht kaum", sagt Nemec im Rückblick.
"Nie wieder frei sein" (2010) – Ein preisgekrönter Film über die verheerenden Folgen eines Freispruchs: Alle sind sich sicher, dass auf der Anklagebank ein Vergewaltiger und Mörder sitzt, doch der Richter spricht ihn frei. Packende 90 Minuten über Gerechtigkeit und ihre Grenzen.
"Der tiefe Schlaf" (2012) – Eine junge Frau verpasst nachts den Bus und steigt zu ihrem späteren Mörder ins Auto. Neben der überzeugend erzählten Story ist dieser Fall vor allem wegen des neuen Kollegen Gisbert Engelhardt (wunderbar: Fabian Hinrichs) in Erinnerung geblieben.
"Die letzte Wiesn" (2015) – Ein klug komponierter Krimi mit Oktoberfest-Kulisse, der Glück und Grauen des größten Volksfestes kunstvoll einfängt. Besonders stark: Mavie Hörbiger als Kellnerin und Gisela Schneeberger als Wiesn-Wirtin.
"Die Wahrheit" (2016) – Ein Regelbruch: Am Sonntagabend siegt normalerweise das Gute über das Böse, doch hier müssen Batic und Leitmayr eingestehen, dass der Mörder "noch irgendwo da draußen" ist. Die Fortsetzung "Der Tod ist unser ganzes Leben" (2017) zeigt zwei Kommissare, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird.
"Unklare Lage" (2020) – Inspiriert vom realen Amoklauf am Münchner Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016. Regisseurin Pia Strietmann lässt Batic und Leitmayr als Teil eines riesigen Polizeiapparats agieren – packend, temporeich und erschreckend glaubwürdig.
Was diese Auswahl besonders macht, ist ihre Vielfalt: Von sozialkritischen Geschichten über Frauenhandel und Einsamkeit bis hin zu kunstvollen Zeitreisen ins Rotlichtmilieu der Sechzigerjahre zeigt sich die ganze Bandbreite des Münchner Tatorts. Während manche Folgen wie "Im freien Fall" oder "Wir sind die Guten" tief in die Gefühlswelt der Ermittler eintauchen, brechen andere wie "Die Wahrheit" bewusst mit den Konventionen des Genres und lassen den Täter entkommen. Besonders auffällig ist auch, wie viele dieser Top-Fälle mit hochkarätigen Gastdarstellern glänzen – von Hilmar Thate über Jürgen Tarrach bis hin zu den legendären "Raumpatrouille Orion"-Stars Dietmar Schönherr und Eva Pflug.
Die persönliche Auswahl von Nemec und Wachtveitl offenbart zudem, dass es nicht immer die lautesten oder actionreichsten Fälle sind, die in Erinnerung bleiben. Stattdessen dominieren Geschichten mit Tiefgang, emotionaler Komplexität und gesellschaftlicher Relevanz – Filme, die sich trauen, unbequeme Fragen zu stellen und die Grautöne zwischen Schwarz und Weiß auszuloten. Ob tiefsinnig wie "Nicht jugendfrei", erschütternd wie "Nie wieder frei sein" oder kunstvoll wie "Der oide Depp": Diese zwölf Folgen zeigen, warum Batic und Leitmayr über 35 Jahre hinweg Millionen von Zuschauern fasziniert haben und warum sie tatsächlich – wie der Titel ihres letzten Falls verspricht – unvergänglich bleiben werden.
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