Steffen Henssler wird bei kroatischem Wettkampf von deutschen Touris erkannt: "Geht mir auf den Sack"
Autor: Teleschau
, Sonntag, 25. Oktober 2026
Aller guten Koch-Wettkämpfe sind drei? Steffen Henssler und Johann Lafer wollen es bei "Grenzenlos Genial Gekocht" (VOX) wissen und reisen nach Kroatien. Dort wollen sie eine landestypische Brudet kochen. Das ist ein Fischeintopf. Was soll da schiefgehen? Eine ganze Menge!
Am Anfang steht das Henssler'sche markige Wort: "Es muss Platz eins, zwei oder drei sein!" Dann geht's in der neuen "Grenzenlos Genial Gekocht"-Folge (Ausstrahlung am 23. Oktober, 20.15 Uhr, und schon jetzt bei RTL+) ins kroatische Fischerdorf Sukošan und ans Kochen einer landestypischen Spezialität: Brudet. Das ist ein regionaler Fischeintopf, ein Klassiker der dalmatinischen Küche. Henssler in seiner Spezialdisziplin Fisch - das klingt nach einem Heimspiel in der Fremde. "Wenn wir hier antreten, dann können wir doch bei ner Fischsuppe nicht sagen: Hauptsache, dabei sein." Wie man sich doch täuschen kann ...
Ein paar Tage später klingt es anders: "Das ist nix, das ist ätzend! Das geht mir auf den Sack." Dazwischen liegt das dritte kulinarische Reise-Abenteuer der TV-Koch-Kumpels Steffen Henssler (54) und Johann Lafer (69). An der dalmatinischen Küste des Adriatischen Meeres nehmen die beiden an der Brudetijada teil, der 16. Austragung eines lokalen Kochwettbewerbs. Die Ausgangssituation ist klar: Der Österreicher und der Deutsche haben keine Ahnung, was sie erwartet - und was eine Brudet überhaupt ist. Henssler will sich dem Unbekannten "unbeschwert jungfräulich" nähern. Lafer hat Respekt: "Manchmal sind die einfachsten Dinge die schwersten."
Die Zeit in Kroatien stellt die Nerven der Spitzenköche auf eine Zerreißprobe. Zwischendurch verlieren sie latent die Contenance. "Mir egal, halt die Klappe", faucht Lafer beim Shoppen auf dem Fischmarkt, als Henssler den letztlich fast 1.000 Euro teuren Kaufrausch Lafers stoppen will. Henssler mault über die Fisch-Qualität: "Den kann doch kein Mensch fressen." Und Lafer muss Kritik an seiner Brudet-Variante einstecken und kontert frustriert: "Gute Nacht, auf Wiedersehen. Wo ist der Schnaps?"
Johann Lafer shoppt Fisch für fast 1.000 Euro
Vor Ort lernen die beiden schnell: Brudet ist ein einfaches, kurzes Wort. Aber als Speise ist das Teil quasi wie ein Aal: nicht zu fassen. "Es kann alles sein. Und nichts werden." Der knappste Nenner, so Henssler: "Viel Fisch, ne Brühe und Polenta." Nun, so einfach ist es nicht, wie sich schnell zeigt und am Ende an der Platzierung sichtbar wird.
Fischmarkt-Kaufrausch, Gemüsemarkt-Bummel, zweimaliges Probeessen in einheimischen Restaurants (mit komplett unterschiedlichen Varianten), Suche nach dem geeignetsten Olivenöl und passendem Wein - Lafer und Henssler bereiten sich akribisch vor. Sie sprechen mit Marino und Anna, zwei ehemaligen Siegern des Wettbewerbs, und verköstigen sie und acht weitere Gäste mit Lafers Brudet-Vision. Henssler bereitet derweil als "german Überraschung" Schnitzel vor. Zu viel Stress? Lafer winkt lässig ab: "Das machen wir nebenbei, wir sind Größeres gewohnt. Ich habe schon die UNO-Vollversammlung in New York mit 2.000 Leuten gemacht."
Wer aber hoch fliegt, fällt tief. Und landet hart. Lafers opulenter Fischfond wird von Anna beleidigt: "Sieht aus wie Tomatensuppe." Lafer ist schockiert. "Tomatensuppe? Die spinnt doch, die." Außerdem sei sein Fisch zwar schmackhaft, aber das Gemüse zu hart und ihre Polenta zu käsig. "Ich hab das Traditionelle unterschätzt", räumt Henssler ein.
Steffen Henssler: "Entweder Erster oder rausgeworfen - Mittelmaß wäre das Schlimmste"
Mit Lafer geht die Liebe zum Lebensmittel durch, er hält an seiner Brudet-Vision fest. Henssler knurrt: "Wenn wir die nehmen, werden wir entweder Erster oder rausgeworfen." Die Konsequenz: Die beiden bereiten zwei Brudets zu. Lafer eine verspielte, moderne, Henssler wählt die bodenständigere, klassische.