Spektakulärer Fall: So lief der letzte offizielle "Tatort"-Einsatz von Batic und Leitmayr
Autor: Elisa Eberle
, Montag, 30. März 2026
Eine Brandleiche stellte die Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) im "Tatort: Unvergänglich" vier Tage vor ihrem Renteneintritt vor ein Rätsel. Bei ihren Ermittlungen trafen die beiden auch auf eine alte Bekannte ...
Es war das Ende zweier großer Karrieren: Im "Tatort: Unvergänglich (1)" (Regie: Sven Bohse, Buch: Johanna Thalmann, Moritz Binder) am Sonntagabend im Ersten verabschiedeten sich die langjährigen Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) nach 35 Jahren offiziell in den Ruhestand.
Auch wenn die Erzählung mit einem zweiten Film am Ostermontag noch einmal fortgesetzt wird, ihre Dienstausweise haben die beiden Neu-Rentner gegen Ende des 90-Minüters bereits abgegeben. Zuvor erwartete sie allerdings noch ein besonders rätselhafter Fall.
Worum ging es im "Tatort: Unvergänglich (1)"?
Vier Tage vor dem offiziellen Renteneintritt des Duos wurde in einem städtischen Betriebsraum tief unter dem Münchner St.-Quirin-Platz eine weibliche Brandleiche gefunden. "Round about 27 Jahre" sei die Tote, schätzte die Rechtsmedizinerin Dr. Roswitha Schwarz-Fischer (gespielt von der bayerischen Kabarettistin Eva Karl Faltermeier). Die Tote hatte außerdem eine Steckschusswunde in der Achsel, doch fehlende Blutspuren deuteten auf einen anderen Tatort als den Fundort der Leiche hin.
Trotz der zunächst spärlichen Hinweise wetteten Batic und Leitmayr mit ihrem jungen Kollegen Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer), dass sie den Fall bis zu ihrer Pensionierung noch lösen würden. Wichtige Anhaltspunkte lieferte in diesem von Nostalgie geprägten Fall unter anderem eine ehemalige Kollegin.
Wer war die alte Bekannte im Münchner "Tatort"?
Christine Lerch (Lisa Wagner) war einst Leiterin der Operativen Fallanalyse in München. In insgesamt fünf Filmen (2014 bis 2016) half sie den Münchner Kommissaren, wenn diese mit ihren Fällen nicht mehr weiterkamen. Dann verabschiedete sie sich im "Tatort: Die Wahrheit", um für zwei Jahre in den USA beim FBI zu arbeiten. Der Film wird am Dienstag, 31. März, um 20.15 Uhr, im BR Fernsehen wiederholt.
Zum Ausstieg der heute 46-Jährigen sagte die damals zuständige "Tatort"-Redakteurin Stephanie Heckner gegenüber der "Bild": "Das Problem ist, dass Fallanalytiker nur in Ausnahmefällen hinzugezogen werden. Die wenigen Einsätze waren sowohl für Lisa als auch für mich auf Dauer zu unbefriedigend." Der Ausstieg wurde also gemeinsam beschlossen.
Wie half die Fallanalytikerin bei der Aufklärung?
Im "Tatort: Unvergänglich" erkannte Lerch, dass es in dem zu ermittelnden Fall keinen "Erlösungsschuss" gab. Der Täter war möglicherweise überfordert. Dank eines KI-gestützten Abgleichs des rekonstruierten Gesichts der Leiche mit Bildern aus dem Internet konnten die Ermittler die Tote schließlich als Micaela Horvat identifizieren: Sie arbeitete für eine slowenische Firma, die Reinigungsmittel für Autowaschanlagen vertreibt und hatte sich zuletzt ein Sabbatical genommen.