"Soll ich Ihnen einen Stuhl bringen?: Verkäuferin erlebt bei "Bares für Rares" große Überraschung
Autor: Michael Eichhammer
, Dienstag, 14. Juli 2026
Bereits beim Schätzpreis kamen der Verkäuferin in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares" Tränen der Rührung - und Horst Lichter umarmte sie. Da ahnte Ellen jedoch noch nicht, dass im Händlerraum eine noch größere Überraschung auf sie wartete ...
"Uiuiui!" Derart begeistert reagierte Horst Lichter auf ein schmuckes Duo, welches in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares" für Furore sorgen sollte. Es gäbe "Geschichte", kündigte Wendela Horz kryptisch an. Sie hatte nicht zu viel versprochen ...
Lichter fragte Verkäuferin Ellen aus Königswinter, woher sie die Stabbroschen hätte. Die Dame erklärte, ihr verstorbener Mann habe diese von seiner Tante bekommen. Letztere hatte eine prominente Arbeitgeberin: Herzogin Maria von Württemberg. "Mein Gott!", war Horst Lichter beeindruckt.
Wendela Horz zitierte aus dem Testament, in dem die Herzogin ihrer Kammerdame für "ihre treuen sorgsamen Dienste in den langen Jahren" dankte. Sie solle neben dem Schmuck auch eine Pension erhalten, so die Handschrift der Herzogin. Zudem forderte sie die Erben auf, die Kammerdame "mit noch anderen Sachen von mir zu bedenken". Wendela Horz war begeistert: "Wie schön ist das?!" Dann verlas sie die komplette Liste der Vornamen der Adeligen ...
"Maria Immaculata Reinera Josefa Ferdinande Theresia Leopoldina Antoinette Henriette Franziska Karoline Aloisia Januaria Christine Philomena Rosalia". Extralange Vornamenslisten dienten in Adelskreisen einem bestimmten Zweck, wusste Horz. Die Vornamen signalisierten sowohl die eigene Ahnenreihe als auch die familiären internationalen Verbindungen. Erstklassige Verbindungen hatte die Herzogin auch zu einem sehr guten Juwelier: "Moritz Hübner aus Wien, quasi ihre Heimatstadt, sie war in der Nähe geboren".
Expertise übertrifft Wunschpreis von Verkäuferin deutlich
Beide Nadeln waren mit Smaragden und Rubinen und 20 kleinen Diamantrosen besetzt. "Die Rubine und Smaragde haben eine exquisite Qualität", so Horz. "Ja nu - war ja auch für eine Erzherzogin", sagte Lichter unbeeindruckt. Dann erkundigte er sich nach dem Wunschpreis der Verkäuferin.
Die 350 Euro von Ellen fand Horz zu bescheiden: Allein der Goldankaufswert lag bei über 500 Euro. "Die Broschen sind wunderschön, wir haben die Originalschatulle und eine belegte Provenienz", resümiert sie. Ihr Schätzpreis: bis 1.500 Euro. "Du hast ja ein Tränchen in den Äugelchen!", erkannte Horst Lichter und umarmte die überwältigte Ellen. Die Reaktion war verständlich: Die Expertise war viermal höher als die bescheidene Preisvorstellung! "Da hast du einen echten Schatz", war Lichter sicher.
"Ich habe eine kleine Kostbarkeit aus Wien." Mit diesen Worten stellte Ellen ihre Schmuckschatulle genau beim Richtigen ab: Denn Händler Wolfgang Pauritsch stammt aus Österreich. Schon bevor klar war, was sich in der Verpackung versteckte, war seine Kollegin begeistert. "Allein das Döschen ist schon schön", schwärmte Elke Velten. "Oh, die sind aber schön!", begeisterte sich Fabian Kahl für die Stabbroschen. "Höchste Qualität, sagt auch die Wendela", erzählte Verkäuferin Ellen stolz.