"Menschenskinder!": Horst Lichter outet sich als Vielzahler - wenn "ich mich komplett verliebe"
Autor: Teleschau
, Montag, 20. Juli 2026
Manchmal zahlen sogar die "Bares für Rares"-Händler mehr als nötig. Da sind sie aber in bester Gesellschaft. Nicht nur ein Verkäufer, sondern auch Moderator Horst Lichter outeten sich - unter bestimmten Umständen - als Vielzahler.
Horst Lichter ist nicht nur Moderator von "Bares für Rares", sondern selbst leidenschaftlicher Sammler - von Oldtimern, Motorrädern und altem Blechspielzeug. Deshalb hat er durchaus Verständnis, wenn jemand für eine Rarität auch mal zu tief in die Tasche greift - ihm gehe es schließlich genauso. Wann er zuschlägt, verriet er in der Montagsausgabe.
Vor 15 Jahren rettete Michael Petry ein paar Säulenstandlautsprecher der Nobelmarke Bang & Olufsen vor der Zerstörung und nahm sie mit nach Hause. Jetzt möchte er sie mit seiner Frau Margitta verkaufen. Die "Beolabs 8000" sind ein bisschen beschädigt, meinte Experte Sven Deutschmanek. Seine Expertise deckte sich mit dem Verkäufer-Wunsch: 500 Euro.
Im Händlerraum herrscht Ratlosigkeit. "Ich weiß nicht, was so was wert ist", gab Wolfgang Pauritsch zu. Fabian Kahl hielt sich ebenfalls raus. "Ich kenn mich zu schlecht aus." Pauritsch nutzte die Vorlage zur Spitze: "Dann dürftest du ja gar nichts kaufen", grinste er und kicherte dann sekundenlang vor sich hin. Am Ende kaufte er die Boxen - für 250 Euro.
Ralf Dux und seine Tochter Marlene präsentierten einen Silberpokal. Lichter war begeistert: "Menschenskinder!" Expertin Wendela Horz ebenso. Was Ralf Dux dafür wohl zahlte? Lichter schätzte "nicht zu viel", aber Dux lächelte verlegen: Er sei ab und zu "wahnsinnig". Lichter gestand: "Bei mir ist das auch so, wenn ich mich komplett verliebe."
"Jugendstil vom Feinsten, so was sieht man nicht alle Tage"
Expertin Horz analysierte: Der Silberwert lag bei 940 Euro, er wurde 1902 geschaffen, und zwar - vielleicht - vom Pforzheimer Silberschmied Alexander Schöllkopf. Sie fand vor allem die Gravuren "herzerwärmend". Die wiesen den Cup als Geschenk dreier "dankbarer Söhne" an ihre "liebe Mutter" zum 70. Geburtstag aus. Horz taxierte den Cup auf 1.100 Euro.
David Suppes nutzte den Pokal zunächst fast despektierlich als Hantel, aber alle Händler waren sich einig: Das ist ein besonderes Stück. "Jugendstil vom Feinsten, so was sieht man nicht alle Tage. Ich find den wirklich gut", brachte es Wolfgang Pauritsch auf den Punkt. Nur: Händlerkollege Fabian Kahl war auch interessiert. Der Bieterstreit begann.
Pauritsch eröffnete mit 750 Euro, aber Kahl (links) hielt mit. In 50-Euro-Schritten trieben sie einander hoch. Pauritsch war genervt und stichelte in Richtung Kahl: "Da sind Narzissen drauf. Du brauchst nur in den Spiegel schauen, du musst nicht kaufen." Doch Kahl lächelte den Spott weg - und stieg bei 1.350 Euro aus. Pauritsch meinte: "1.350 - das ist doch ein Gebot wie eine Umarmung, oder?" Ralf Dux akzeptierte. So bekam Pauritsch den Zuschlag und war zufrieden: "Wir haben im Laden um 200 Korpus-Gegenstände aus Silber, aber so was habe ich noch nicht gesehen." Auch der Verkäufer war glücklich: "Expertise übertroffen - so hab ich's mir gewünscht."