"So noch nicht gehabt": Designerstück sorgt bei "Bares für Rares" für Diskussionen
Autor: Michael Eichhammer
, Dienstag, 13. Oktober 2026
Eine von Gianni Versace designte Vase ließ bei "Bares für Rares" (ZDF) die Herzen höherschlagen. Im Händlerraum zankte man sich gar um das wertvolle Italien-Mitbringsel.
Expertin Friederike Werner leuchtete mit einer Taschenlampe in eine Vase. "Das sieht aber hübsch aus", fand "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter. "Wie ein schönes Glasfenster, sehr erfrischend", urteilte die Fachfrau. "Mich wundert ja immer wieder, wie die das können", so Lichter. Er schwärmte: "Hach ja, man könnte Vasen sammeln!"
Die Vase habe er auf Murano bei Venini gekauft, berichtete Bernd, der mit seinem Freund Werner angereist war. "Ich war auch dort, es ist toll da, aber ich muss sagen: Man versteht trotzdem nicht, wie es geht", gestand Lichter. Gut, dass die Expertin da war. Die "frische Sommervase" würde "in wunderbarem Blau" mit roten und gelben Akzenten strahlen, so Werner. Es sei sofort klar, "dass wir hier in Venedig sind, wo der Glaskunst und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind", fand sie.
Der Designer Gianni Versace war seit den 90er-Jahren auch für Venini Glas in Murano tätig, bevor er 1997 verstarb. "Diese Vase ist posthum entstanden", ordnet die Expertin die Rarität ein. Seine Signatur war auf dem Boden des Stücks zu sehen. "Bestimmt 20 Arbeitsgänge" seien nötig gewesen bis zum Endergebnis, führte Friederike Werner aus. Der Moderator erkundigte sich neugierig nach dem Zustand des gläsernen Objekts. Dieser sei "toll", so die Expertin.
"Die Vase ist der Knaller"
Dann stellte Horst Lichter die obligatorische Frage nach dem Wunschpreis der Verkäufer. Werner und Bernd erhofften sich 1.500 Euro. "Diese Stücke sind sehr beliebt", wusste die Expertin. 1.500 bis 1.700 Euro schlug sie vor. Horst Lichter scherzte, als er die Händlerkarte übergab: Die Karte sei ebenfalls "in Handarbeit" entstanden und man könne "gar nicht erklären, wie viele Arbeitsgänge dafür" nötig gewesen seien.
Sarah Schreiber interessierte sich sofort für die Vase. "Passt perfekt zu deinem Outfit", stellte Markus Wildhagen mit Blick auf das blaue Outfit der Kollegin fest. "Die Vase ist der Knaller, ihr könnt euch setzen", so Schreiber. "So einfach machen wir dir das nicht", zeigte Markus Wildhagen die Zähne. "Sie sind so sonnengebräunt, Sie haben in Italien ein Ferienhaus", fantasierte Daniel Meyer. "Leider nicht", verneinten die Verkäufer. Immerhin für eine Italienreise hatte es gereicht.
"Gianni Versace ist der Name der Vase", lag Daniel Meyer völlig falsch. "Das ist wahrscheinlich eine Hommage an ihn", glaubte er. "Äh", machte Bernd und stellte richtig: "Gianni Versace ist der Entwerfer." Das imponierte den Händlern. "Wir haben alle schon Venini-Vasen gehandelt", berichtete Sarah Schreiber, "aber das habe ich so noch nicht gehabt, finde ich super, super spannend!" Sie bot 1.000 Euro. Daniel Meyer und Susanne Steiger folgten.
"Ich ärgere dich gar nicht"
Als Schreiber 2.000 Euro nannte, sinnierte Meyer laut: "Murano-Glas hat eine tolle Steigerung hingelegt, das ist ja fast wie Gold." Verkäufer Werner sah das auch so: "Ich denke, dass sowas für Sammler immer interessanter wird als Geldanlage und nicht nur die optische Schönheit." - "Ich denke, da geht noch was", verhandelte Werner souverän. Wildhagen stieg aus. Sarah Schreiber blickte zu ihrem letzten Rivalen Daniel Meyer: "Du kannst gerne versuchen, mich zu ärgern, aber ich lasse mich heute schwer ärgern - ich habe gute Laune."