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"Als wüssten wir nicht, mit wem wir es zu tun haben": Risikoanalyst fordert mehr Klarheit bei hybrider Kriegsführung


Autor: Teleschau  

, Montag, 31. August 2026

Seit Jahren warnen Experten: Deutschland befindet sich nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden. Russland führt einen hybriden Krieg gegen Deutschland. Wie können wir uns wehren? Das will Caren Miosga in ihrer ARD-Talkshow am Sonntagabend von ihren Gästen wissen.


"Deutschland ist stärker ins Fadenkreuz hybrider Angreifer gerückt. Das zeigt nicht zuletzt der Angriff vom 4. August auf dem Flughafen in Leipzig. Angreifer nehmen zunehmend skrupellos auch Schäden, sogar Verletzte und Tote in Kauf. Die Bundesregierung erlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf. Sie werden dafür bezahlen." Mit diesen Worten warnte Bundeskanzler Friedrich Merz jene Länder, die einen hybriden Krieg in Deutschland führen. Er meinte damit vor allem Russland.

Es ist ein Krieg ohne Kriegserklärung, den das Land seit Jahren gegen Deutschland und andere NATO-Staaten führt. Computer werden gehackt, Debatten gezielt vergiftet. Vor drei Wochen wurde am Flughafen in Leipzig eine mit Sprengstoff gefüllte Drohne entdeckt. Sie explodierte nicht. Ziel war ein ukrainisches Militärflugzeug. Alle drei Gäste, die Caren Miosga am Sonntagabend in ihre ARD-Talkshow eingeladen hat, sind sich sicher: Das war Russland.

Nico Lange ist Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit (IRIS). Er warnt am Sonntagabend vor der zu lange nicht ernst genommenen Gefahr der hybriden Kriegführung Russlands. "Es ist seltsam, dass wir jetzt so tun, als wären wir im Fadenkreuz hybrider Angriffe aus Russland. Das sind wir seit vielen Jahren", antwortet Lange auf die Frage, ob sich der hybride Krieg Russlands in Deutschland verschärft habe.

Quelle: teleschau – der mediendienst