Druckartikel: Ricarda Lang herrscht Thorsten Frei wegen Elterngeld an: "Das Dümmste, was man machen kann"

Ricarda Lang herrscht Thorsten Frei wegen Elterngeld an: "Das Dümmste, was man machen kann"


Autor: Doris Neubauer

, Freitag, 29. Mai 2026

"Zu sparen ist schon eine Reform", zitierte Maybrit Illner den Kanzleramts-Chef Thorsten Frei. Doch als es um Kürzungen beim Elterngeld ging, entbrannte zwischen Grünen-Politikerin Lang und dem Journalisten Alexander ein hitzige Wortgefecht, zu dem auch der CDU-Politiker etwas zu sagen hatte.


"Ich verbiete keine Debatte", wies Ricarda Lang am Donnerstag bei "Maybrit Illner" den Vorwurf von Robin Alexander von sich, dass sie keine Diskussion über eine mögliche Elterngeldkürzung zulasse. "Aber Sie skandalisieren sie", konterte der Journalist, was die Grünen-Frau mindestens ebenso heftig negierte.

Kurz zuvor hatte sie von den Belastungen von jungen Familien gesprochen und gemeint, dass Einsparungen beim Elterngeld die "komplett Falschen" träfen. Ziel des Elterngelds sei nämlich neben der Entlastung von Familien auch, Anreize zu schaffen, die Kinderbetreuung partnerschaftlich aufzuteilen. So wären Frauen später weniger gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten.

"Sie wollen, dass Besserverdienende ihr Verhalten ändern, das ist ein legitimes Ziel", sah Alexander darin ein "Verrutschen" im Thema. Genauso legitim sei aber die Debatte, ob das aus den Kassen der Allgemeinheit finanziert werden müsse. "Sie müssen das Thema benennen", mischte sich jetzt auch Frei ein. Während Lang daraufhin erneut von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprach, pochte der CDU-Politiker auf den finanziellen Aspekt: "Es geht um 7.5 Milliarden Euro im Bereich des Elterngelds, und wir reden über 500 Millionen Euro, in einer Zeit, in der bedauerlicherweise die Geburtenzahlen zurückgehen." Lang merkte an: "Gerade, wenn die Geburtenrate zurückgeht, ist das doch das Dümmste, was man machen kann, an dieser Leistung für Familien zu sparen."

Sehen Sie die "Maybrit Illner"-Sendung in voller Länge jederzeit hier: https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner.

Quelle: teleschau – der mediendienst