Podcaster Ole Nymoen stellt bei Lanz klar: "Ich will nicht für Deutschland sterben"
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 05. März 2026
Bei "Markus Lanz" prallten die Positionen zur Wehrpflicht hart aufeinander. Podcaster Ole Nymoen machte dabei unmissverständlich klar, dass er einen Kriegsdienst für sich ausschließt. In der Runde löste das heftigen Widerspruch aus.
Bei "Markus Lanz" debattierten junge Staatsbürger über die Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie die Bedeutung von Krieg. Dabei machte Reservistin Kerry Hoppe zunächst deutlich, dass die meisten Soldaten auch "keinen Krieg führen" wollen: "Wir wissen, wie brutal und wie grausam Krieg ist. Wir wissen auch, dass es Menschen und Autokraten (...) in dieser Welt gibt, die Angriffskriege führen wollen. (...) Und wir wollen abschrecken, damit wir nicht in die Situation kommen, dem wehrlos gegenüberzustehen."
Ein Argument, das Podcaster Ole Nymoen nicht überzeugen konnte. Er sagte: "Das sagen immer alle Politiker natürlich. Wenn der böse Nachbar nicht wäre, dann müssten wir ja gar nicht in dieser Form aufrüsten. Und genau mit der Begründung werden dann ja auch immer alle Kriege geführt." Lanz konterte skeptisch, dass Russland seine Armee mittlerweile "auf 1,5 Millionen Menschen" aufgestockt habe: "Wenn der plötzlich vor unserer Türe steht, was machen wir dann?" Nymoen konterte genervt: "Wer ist denn wir? Das habe ich ja nicht zu entscheiden. Ich bin der, über den dann entschieden wird. Das ist doch gerade der Witz!"
Der ZDF-Moderator fragte dennoch weiter: "Was würden Sie machen?" Der Podcaster gab daraufhin zu: "Mich verstecken, aber natürlich präferiert Flucht." Eine Aussage, die Schüler Marius Lange sichtlich schockierte: "Dann denke ich immer an die älteren Leute, (...) die quasi nicht mehr fliehen können. Ich finde immer, das ist eine sehr privilegierte Sicht, aus der man spricht, wenn man sagt, ich würde fliehen." Auch Kerry Hoppe gab zu bedenken, dass sie sich wundere, "dass man all diese Freiheiten, diese Rechte, diese Privilegien, die wir in diesem Land genießen (...), nicht für schützenswert erachten kann". Der Podcaster reagierte trocken: "Ich darf meine Meinung äußern, ich will nicht für Deutschland sterben. Und der Staat sagt: 'Prima, das ist deine Meinung, aber das ist uns vollkommen egal. Wenn der Einberufungsbescheid kommt, musst du dem folgen, ansonsten machst du dich strafbar'."
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Quelle: teleschau – der mediendienst