Druckartikel: Peter Giesel freut sich auf Wildpark-Besuch in Australien - dann stutzt er: "Ganz schrecklich"

Peter Giesel freut sich auf Wildpark-Besuch in Australien - dann stutzt er: "Ganz schrecklich"


Autor: Paula Oferath

, Freitag, 21. August 2026

Für "Achtung Abzocke"-Reporter Peter Giesel sollte der Besuch eines australischen Wildlifeparks eigentlich ein echtes Naturerlebnis werden. Statt Wildnis, Kängurus und Idylle entdeckt der TV-Moderator jedoch vor allem Showtime auf Kosten der Tiere.


Australien, Kängurus und Koalas: Klingt erst einmal nach einem perfekten Wildlife-Erlebnis. Doch für Peter Giesel wird der Besuch in einem australischen Wildpark schnell zum Ärgernis. Statt Naturidylle entdeckt er vor allem eines: jede Menge Kommerz. In der neuesten Folge der Kabel-Eins-Sendung "Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur" geht es für Giesel und sein Team nach Australien. Rund neun Millionen Besucher zieht es jedes Jahr in das Land, nicht zuletzt wegen der einzigartigen Tierwelt. Genau die will sich auch Giesel genauer ansehen. Dafür fährt er in einen Wildlifepark rund eine Stunde nördlich von Sydney.

Doch schon beim Eintritt wird klar: Ganz billig ist das Vergnügen nicht. Rund 140 Euro kostet der Eintritt für vier Tickets. Immerhin startet der Besuch zunächst vielversprechend: In einem Bereich des Parks werden in speziellen Becken Schildkröteneier gezüchtet. Für Giesel ein echter Lichtblick: "Also eins muss man diesem Park schon mal lassen, der hat hier so eine wissenschaftliche Ecke. Auch wenn die nur einen kleinen Teil des Parks einnimmt." Giesel erklärt, dass mit solchen Becken der Natur geholfen werden könne. Doch je weiter der Moderator und sein Team in den Park vordringen, desto mehr schwindet die anfängliche Begeisterung.

"Das ist kein Wildpark, das ist ein kommerzieller Freizeitpark"

Denn plötzlich ist Schluss mit Naturidylle. Giesel kommt an einer Tiershow vorbei. Laut Info-Flyer findet dort alle 30 Minuten ein Tierprogramm statt. Dazu reihen sich Gehege an Gehege, Imbisse, Souvenirshops und Schilder, die gegen Geld besondere Tierbegegnungen anpreisen. Für Giesel ist damit ziemlich schnell klar, was er von dem Konzept hält: "Das ist kein Wildpark, das ist ein kommerzieller Freizeitpark."

Es kommt noch schlimmer. In der Mitte des Geländes erreichen Giesel und sein Team einen Bereich, in dem Emus und Kängurus frei herumlaufen dürfen. Allerdings befinden sich die Tiere nicht mitten in der Wildnis, sondern in einem Picknickbereich für die Besucher. Und offenbar gehört für einige Gäste zum Picknick auch eine Portion Pommes, die sie gerne mit den tierischen Mitbewohnern teilen. Immer wieder werden die Tiere gefüttert - obwohl Schilder genau das verbieten. Artgerecht findet Giesel das nicht.

Identität statt überteuertes Fotomotiv

Dann wird der TV-Moderator auch noch auf die Lautsprecheranlage aufmerksam. Und die kündigt nicht etwa die nächste Tierschutz-Info an: "Liebe Besucher, aufgepasst! Unsere Fotosession startet jetzt."

Daraufhin strömen zahlreiche Besucher samt Kindern zu den Gehegen. Für 25 Euro können sie sich mit den Tieren ablichten lassen. Für Giesel ist damit endgültig eine Grenze überschritten. Er findet das alles "ganz schrecklich" und zeigt sich sichtlich geschockt von den Bedingungen im Park. Denn für den TV-Moderator sind die Tiere mehr als eine hübsche Urlaubskulisse oder ein Fotomotiv - sie gehören für ihn zur Identität des Landes.

"Achtung Abzocke - Urlaubsbetrügern auf der Spur" läuft wöchentlich um 20.15 Uhr bei Kabel Eins und auf Joyn.

Quelle: teleschau – der mediendienst