Patrice Aminati wird deutlich: "Werde künstlich am Leben gehalten"
Autor: Doris Neubauer
Deutschland, Dienstag, 05. Mai 2026
Patrice Aminati war in der ARD-Sendung "Hart aber fair" zu Gast und wurde in einer Debatte zum Thema Hautkrebs laut.
Seit drei Jahren lebt Patrice Aminati mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs. "Ich werde dank Medikamenten künstlich am Leben erhalten", erklärte die Mutter einer zweijährigen Tochter zu Beginn der "Hart aber fair"-Sendung mit dem Thema "Teuer und nur Mittelmaß - was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?".
Behandlungen wie teure Immuntherapien wünsche sie niemandem. "Es muss aber nicht sein", fügte sie hinzu, denn durch Vorsorge ließen sich Kosten im Gesundheitswesen sparen. Zuletzt meldete sich Patrice Aminati mit bewegenden Worten bei ihren Fans. Unter Tränen gab sie ein Update über ihre Therapie.
Patrice Aminati äußert sich zur Gesundheitsreform
Patrice Aminati lebt seit 2022 mit der Diagnose unheilbarer schwarzer Hautkrebs. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Behandlungen und verschiedene Medikamente ausprobiert. Heilung gibt es für die 30-Jährige jedoch nicht mehr; die Therapien können ihr Leben nur noch verlängern.
Genau das ist das Ziel der Gesundheitsreform von Bundesministerin Nina Warken. Insgesamt 16,3 Milliarden Euro soll die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2027 einsparen, um die Beitragssätze zu stabilieren. Die Streichung des seit 2008 bestehenden Hautkrebsscreenings könnte jährlich etwa 240 Millionen Euro bringen. Für Aminati ist das noch nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein: "Allein was meine Krebserkrankung in den letzten Jahren gekostet hat...", sagte sie.
Statt das Screening zu streichen, solle die Früherkennung bereits ab 14 Jahren angeboten werden. Auch die Information über Vorsorgemöglichkeiten müssten verstärkt werden: "Ich habe das (Anm.: Risiko) total unterschätzt", gab die Unternehmeerin zu, "ich möchte nicht, dass andere den gleichen Fehler machen."
Aminati am Ende der Debatte beruhigt
Das Hautkrebsscreening solle nicht eingeschränkt werden, räumte CDU-Gesundheitspolitiker Hendrik Streeck mit dem Missverständnis auf. Vielmehr soll überprüft werden, "ob das Hautkrebsscreening so Sinn macht oder ob KI gestützte Screenings besser wären", betonte er. Heißt: Bloß die Wirksamkeit der Maßnahme soll evaluiert werden.
Aminati konnte das nicht so recht glauben und hakte noch einmal nach: "Es ist kein Beschluss?". Erst als Arzt und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen versicherte, dass die Früherkennung nicht gestrichen werde, war sie beruhigt: "Das ist ein schönes Ergebnis des Abends."