Nostalgie mit dem Geist von Manfred Krug

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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Anwältin Talia Jahnka (Gabriela Maria Schmeide) sucht das Grab ihres verstorbenen Kanzleipartners Robert Liebling auf. Der würde sich köstlich darüber amüsieren, dass sie neuerdings Herz zeigt, das weiß sie selbst.
ARD Degeto Film/Odeon Fiction GmbH/Oliver Feist
Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Lisa Liebling (Luise von Finckh) vertritt den kolumbianischen Azubi Thiago Acosta (Crispin Hausmann). Der fordert von seinem Bäckermeister eine Gewinnbeteiligung an einem Gebäck nach seinem Rezept, das sich besonders gut verkauft.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Mit der Hilfe von Sekretärin Senta Kurzweg (Anja Franke, links) testet Anwältin Talia Jahnka (Gabriela Maria Schmeide) die Qualität eines Airbags. Sie hat den Verdacht, dass der Verkäufer des Wagens, mit dem die Mutter ihres Klienten einen Unfall hatte, minderwertiges Material verwendet.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Der zwölfjährige Luca (Lionel Hesse) hat geschafft, was noch keiner schaffte: Er hat Rechtsanwältin Dr. Talia Jahnka (Gabriela Maria Schmeide) dazu gebracht, mehr an Gerechtigkeit zu denken als an Geld.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Bei Bäckermeister Dieter Seidel (Uwe Preuss) kaufte Lisa Liebling (Luise von Finckh) schon mit ihrem Opa Robert ein.  Sein Azubi möchte mit ihrer Hilfe auf eine Gewinnbeteiligung klagen.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Als Senta Kurzweg war Anja Franke schon in der Originalserie "Liebling Kreuzberg" dabei. Durch sie und Roswitha Schreiner, die Robert Lieblings Tochter Sarah spielte und spielt, bleibt sein Geist auch in der Neuauflage erhalten.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Der junge Rechtsanwalt Cem Oktay (Emre Aksızoğlu) bekommt von Lisa den Auftrag, sich um den Fall ihrer Freundin Mai (Nhung Hong) zu kümmern. Angeblich soll sie ein Abo bei einem Lieferdienst abgeschlossen habe, der sie nun mit 50 Gerichten pro Tag bombardiert.
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Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück
Robert Lieblings Tochter Sarah (Roswitha Schreiner, rechts) und ihre eigene Tochter Lisa (Luise von Finckh) sind nicht immer einer Meinung, können sich aber stets aufeinander verlassen.
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Der vierte Film der Neuauflage der Kultserie "Liebling Kreuzberg", die erste von zwei nun ausgestrahlten neuen Folgen, punktet erneut mit aktuellen Themen und jeder Menge Nostalgie und Verneigungen vor Manfred Krug alias Robert Liebling.

Wenige Serien sind im kollektiven Gedächtnis so eng mit ihrem Hauptdarsteller verbunden wie "Liebling Kreuzberg" mit Manfred Krug als unangepasstem Kreuzberger Anwalt mit Herz. Die Serie ist ein Stück Fernsehgeschichte und erreichte zu Hochzeiten bis zu 47 Prozent Einschaltquoten zur besten Sendezeit. Sie 2022, fast 40 Jahre nach ihrem Start, ohne den verstorbenen Krug als Filmreihe neu aufzulegen, war für die ARD daher durchaus ein Risiko.

Doch es hat sich gelohnt: "Kanzlei Liebling Kreuzberg" kommt beim Publikum gut an, zuletzt schalteten über drei Millionen Menschen ein. Am Freitagabend ist der vierte Film zu sehen, "Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück" (Regie: Christoph Schnee, Drehbuch: Sabine Leipert).

Und der Geist von Krugs Robert Liebling ist diesmal besonders präsent, es dauert keine zwei Minuten, bis zum ersten Mal sein Name erwähnt wird. Und es hilft natürlich, dass eine der Protagonistinnen, die junge Anwältin Lisa Liebling (Luise von Finckh), Roberts Enkelin ist, die Tochter von dessen Tochter Sarah - damals wie heute verkörpert von Roswitha Schreiner.

Nostalgie und Zeitgeist

Die 61-jährige Schauspielerin erklärt die positive Resonanz auf die Neuauflage so: "Die Serie hat so etwas unendlich Positives, genau durch das Revival. Zumindest in der Fanpost, die mich haufenweise erreicht, lese ich viel von Nostalgie. Viele Zuschauer haben mit ihren Eltern und teilweise sogar Großeltern die Serie damals geschaut. Das löst wunderbare Erinnerungen an Familienverbundenheit aus. Die Serie ist auch für die jüngeren Zuschauer ein Zugewinn und die Themen der Episoden geben den Zeitgeist wieder, was verbindet."

Neben Schreiner ist auch Anja Franke, einst Robert Lieblings Anwaltsgehilfin, dabei. Als Sekretärin organisiert sie die Kreuzberger Kanzlei, die sich die idealistische Lisa und Roberts letzte Kanzleipartnerin, die rationale, wirtschaftlich denkende Dr. Talia Jahnka (Gabriela Maria Schmeide) teilen. Zwar gibt es auch diesmal Unstimmigkeiten ob ihrer unterschiedlichen Berufsauffassungen, doch Talias Lebensgefährte Fred (Christian Kuchenbuch) stellt schmunzelnd und ganz richtig fest: "Lisa färbt auf dich ab." Denn während Lisa den Fall des Azubis Thiago (Crispin Hausmann) übernimmt, der von Bäcker Dieter Seidl (Uwe Preuss), bei dem sie schon mit Opa Robert einkaufte, eine Gewinnbeteiligung verlangt, bekommt es Talia mit einem höchst ungewöhnlichen Klienten zu tun.

Der Geist des Robert Liebling

Der zwölfjährige Luca möchte sie mit seinem Taschengeld engagieren, weil seine Mutter nach einem Auffahrunfall den Schaden des anderen Wagens zahlen soll. Auslöser sei ein womöglich minderwertiger Airbag gewesen. Zu Beginn der Reihe hätte Talia den Jungen unverzüglich nach Hause geschickt. Doch mit seinen Argumenten trifft er einen Nerv bei der Anwältin mit der harten Schale.

Das verwirrt sie so sehr, dass sie Robert Lieblings Grab aufsucht und für eine herzerwärmend-nostalgische Szene sorgt: "Es geht alles drunter und drüber, ich nehme Fälle an, die ich sonst nie angenommen hätte", erzählt sie ihrem alten Freund. "Ich hab Regeln ... dachte ich. Jaja, lach du nur, lache! Aber ich kann den Jungen einfach nicht enttäuschen. Robert, Robert ... weißt du, du fehlst."

"Er fehlt", das sagt Anja Franke auch über Manfred Krug. Und beides stimmt, Typen wie Krug und Robert Liebling fehlen in der deutschen Fernsehlandschaft. Am 21. Oktober jährt sich der Todestag des Schauspielers zum zehnten Mal. Kommenden Freitag ist Teil fünf der Reihe zu sehen: "Kanzlei Liebling Kreuzberg - Auf Augenhöhe".

"Kanzlei Liebling Kreuzberg - Ein Meisterstück" - Fr. 16.10. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst