Kein Glück im Spiel? Horst Lichter gesteht bei "Bares für Rares": "Ich war nie der große Gewinner"
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 29. Januar 2026
Ein historisches Spiel, eine Gefängnisfreikarte und ein tiefenentspannter Waldi machten diese "Bares für Rares"-Ausgabe zum echten Glücksspiel.
Erinnerungen an die Kindheit können einen ein Leben lang beschäftigen. In der Donnerstagsfolge seiner Kultsendung verriet Horst Lichter, dass er als Kind beim Spielen selten vom Glück verfolgt war. "Ich war nie der große Gewinner." Ob das wohl noch heute so ist?
Vergessen schien das alte Pech. Gesellschaftsspiele hatten es Lichter nach wie vor angetan. Umso größer war die Freude, als ein echter Klassiker den Weg ins Studio fand: Ein historisches Monopoly stand zum Verkauf. Nicht nur der Gastgeber war sofort elektrisiert, auch Experte Sven Deutschmanek geriet in Spiellaune. Schnell war eine Partie verabredet. "Ich bring Essen mit", kündigte der TV-Koch begeistert an. Deutschmanek wollte sich ums Geld kümmern.
Nun aber zum eigentlichen Geschäft: Einen Geldsegen sollte es für die aktuellen Besitzer des Spiels geben. Das Ehepaar hatte das Monopoly einst für 20 Euro auf einem Flohmarkt erstanden. Der Fachmann sparte nicht mit Superlativen: "Monopoly ist das bekannteste Brettspiel der Welt, millionenfach verkauft." Weniger geläufig sei allerdings seine Entstehungsgeschichte. Ursprünglich sollte es auf soziale Missstände bei Grundstücksbesitzern und Händlern aufmerksam machen.
90 Jahres altes Brettspiel begeistert Händler
Erfunden hatte es ein arbeitsloser Heizungsinstallateur. Nach Deutschland gelangte das Spiel über die Nürnberger Firma Schmidt Spiele. Das Kürzel F.S.N. stand für Franz Schmidt Nürnberg. Das eigentliche Highlight: Das vorliegende Exemplar stammte aus dem Jahr 1936 und war die allererste deutsche Auflage des Spiels.
So viel Geschichte nötigte Horst Lichter Respekt ab. Er forderte kurzerhand eine Schweigeminute, denn: "Es wird wahrscheinlich teuer." Sven Deutschmanek bremste ihn jedoch: "Warte doch erstmal ab!" Da einige Spielfiguren und (Reichsmark!)-Scheine fehlten und der Deckel deutliche Risse zeigte, blieb die Expertise deutlich unter der Hoffnung: Statt des Wunschpreises von 300 Euro standen 100 bis 150 Euro im Raum.
Als das Ehepaar zum Händlerraum aufgebrochen war, bekannte Lichter offen: "Ich hab gedacht 3.000." Weit verfehlt. Ob die Händler mehr Glück hatten? "Du kommst aus dem Gefängnis frei." Eine Karte, die sich Walter "Waldi" Lehnertz (Mitte) sofort sicherte. Man konnte ja nie wissen. Am Ende wechselte gleich das komplette, rund 90 Jahre alte Spiel den Besitzer. Waldi zahlte 100 Euro. Lisa Nüdling (zweite von links) gönnte ihm den Deal und witzelte: "Das ist doch jetzt billiger als jede Kaution, die du zahlen musst."
"Ich habe doch meine Gefängnisfreikarte"
Zum Ausklang setzten die Produzenten noch einen drauf: Blaulicht flackerte, Horst hörte bereits das Martinshorn. "Die Polizei steht draußen und hat nach dir gefragt." Waldi blieb gelassen: "Das ist kein Problem. Ich habe doch meine Gefängnisfreikarte."