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Netflix erhöht Preise in Deutschland um bis zu 40 Prozent


Autor: Teleschau  

, Freitag, 04. Sept. 2026

Wer künftig das Angebot von Netflix nutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen: Der Streamingdienst kündigte eine Preiserhöhung für Deutschland an.


Streamen wird teurer - zumindest für alle Neukundinnen und -kunden von Netflix in Deutschland. Im Hilfe-Center informiert der Streamingriese über seine neue Preispolitik. Demnach veranschlagt Netflix in allen Preisstufen ab sofort zwei Euro mehr pro Monat. Während im Standard-Abo mit Werbung nun 6,99 € (statt zuvor 4,99 €) fällig werden, kostet selbiges ohne Werbeeinblendungen nun 15,99 € statt 13,99 €. Wer Netflix-Inhalte im Premium-Paket in 4K genießen will, zahlt ab sofort 21,99 € statt zuvor 19,99 €.

Absolut mag die Preiserhöhung in allen Abo-Modellen gleich sein, relativ trifft es diejenigen am härtesten, die das Einstiegsabo von Netflix samt Werbung nutzen. Sie zahlen ab sofort 40 Prozent mehr. Im Premium-Abo hingegen beträgt die relative Preiserhöhung nur zehn Prozent.

Trotz Preiserhöhung verbucht Netflix immer mehr Nutzende

Noch unklar ist, wie Netflix mit seinen Bestandskunden verfährt. Eine entsprechende Information per E-Mail wurde noch nicht kommuniziert. Der deutschen Rechtslage entsprechend ist eine Zustimmung der Nutzenden zu einer Preiserhöhung erforderlich. Bleibt diese aus, wird das Abonnement beendet.

Deutsche Nutzerinnen und Nutzer waren vergleichsweise lange von Preiserhöhungen verschont geblieben. Im April 2024 wurden die Entgelte zuletzt erhöht. In den USA drehte Netflix dagegen energischer an der Preisschraube. Im selben Zeitraum mussten US-Streamingfans zweimal den Geldbeutel zücken.

Ungeachtet der Preispolitik entwickelt sich die Nutzendenzahl von Netflix nur in eine Richtung: nach oben. War das Werbeabo zunächst wenig beliebt, kehrte sich der Trend um. Anfang 2025 knackte der Streamingdienst die Marke von 300 Millionen Abonnenten weltweit. Ein Jahr später waren es schon mehr als acht Prozent mehr: 325 Millionen. Zum Vergleich: Die Netflix-Konkurrenten Prime Video (etwa 210 Millionen Nutzende) und Disney+ (etwa 130 Millionen Nutzende) sind von diesen Zahlen weit entfernt.

Quelle: teleschau – der mediendienst