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"Nee, hör auf": Horst Lichter kann kaum glauben, wen er bei "Bares für Rares" trifft


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 07. Mai 2026

Eine alte Coca-Cola-Sammlung sorgte bei "Bares für Rares" nicht nur für Nostalgiegefühle. Denn der Verkäufer überraschte Horst Lichter mit seinem Besuch in der ZDF-Show.


Eine Begegnung der besonderen Art erlebte Horst Lichter bei "Bares für Rares" diesmal: Als Ute und Detlev ihre alte Coca-Cola-Sammlung präsentieren wollten, fiel er fast aus allen Wolken.

"Nee, hör auf!", platzte es aus dem Gastgeber heraus. "Jetzt erkenn ich dich!", rief er beim genaueren Blick auf Verkäufer Detlev. Von "alter Noaberschaft" sprach Horst Lichter schmunzelnd und erklärte Annika Raßbach direkt den Hintergrund. Wie das Ehepaar stammte er selbst ursprünglich aus Rommerskirchen.

Walter Lehnertz schlägt zu

Nicht nur das Wiedersehen hatte Seltenheitswert, auch die mitgebrachten Objekte sorgten für neugierige Blicke. Veräußert werden sollte eine Werbesammlung rund um das Kultgetränk Coca-Cola. Hinter der Dose versteckte sich etwa ein Walkman, den sich Ute einst für Urlaubsfahrten zugelegt hatte.

Allerdings hatte der Zahn der Zeit am Gerät genagt: Der Walkman fraß inzwischen lieber Kassettenbänder, als Musik abzuspielen. Eine Reparatur wäre dringend nötig.

Für das kleine Gerät und den ewigen Kalender setzte Expertin Annika Raßbach 50 bis 60 Euro an. Gewünscht hatte sich das Paar zwar 100 bis 150 Euro, die Händlerkarte nahm es aber trotzdem entgegen.

Bevor Gebote fielen, schwelgte das Händlerteam erst einmal kollektiv in Erinnerungen. Schließlich wusste noch jeder, wie man einst mit einem Stift ein Kassettenband zurückdrehen konnte. Zurück in der Gegenwart wechselten die beiden Cola-Raritäten schließlich für 100 Euro zu Walter Lehnertz. Damit war immerhin die untere Grenze des Wunschpreises erreicht.

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Aus dem Nachlass ihrer Mutter brachte eine Verkäuferin ein kleines, buntes Tierchen aus Spanien mit: eine Schildkröte aus Messing und Epoxidharz. Das Besondere daran offenbarte sich erst beim genaueren Hinsehen, oder besser: Hinhören. Drückte man auf Schwänzchen oder Kopf, ertönte ein Klingeln. Laut Annika Raßbach konnte die ungewöhnliche Tischglocke zwischen 130 und 180 Euro erzielen.

Die Schildkröte der Firma Boj aus den Jahren 1950 bis 1970 begeisterte die Händler auf Anhieb. "Die brauch ich, wenn ich auf dem Sofa liege", scherzte Susanne Steiger, die das Tierchen schließlich für 160 Euro mitnahm.

Im Expertenraum begann es wie immer auch zu funkeln: Der Ring mit Altschliffdiamanten bestand aus 585er-Gelbgold und Platin. Patrick Lessmann taxierte ihn auf 800 bis 850 Euro. Vor allem Susanne Steiger zeigte sich begeistert von dem antiken Ring aus den 1920er-Jahren. "Das ist genau mein Geschmack", jubilierte sie - und sicherte sich das Schmuckstück schließlich für 600 Euro.

Auch das nächste Schmuckstück ließ das Händlerteam genauer hinschauen. Die elegante Brosche aus den 1940er-Jahren war mit zwei Perlen besetzt und brachte ordentlich Glanz mit. Nach eingehender Prüfung lag die Expertise bei 950 Euro. Im Händlerraum kam die Brosche in Kometenform ebenfalls bestens an. Für 900 Euro landete sie schließlich erneut bei Susanne Steiger, die damit bereits zum dritten Mal an diesem Tag Höchstbietende war.

Deutlich schwergewichtiger präsentierte sich das nächste Objekt: Die Bronze-Skulptur "Die Trinkende" des Bildhauers Victor H. Seifert machte ordentlich Eindruck. Laut Expertise sei die Figur zwischen 1910 und 1932 "in Massen produziert worden". Wegen ihres guten Zustands hielt sie dennoch 1.900 bis 2.200 Euro für realistisch. Am Ende brachte der Akt aus der Gießerei Gladenbeck immerhin 1.600 Euro ein. Wolfgang Pauritsch griff zu und freute sich sichtbar: "Es macht richtig Spaß Kunstgegenstände in dieser Qualität zu kaufen."

Ein unsigniertes Gemälde stand in dieser Ausgabe ebenfalls zur Disposition. Das Bild befand sich lange in Familienhand und war zuvor bereits für 2.800 Euro restauriert worden. "Besser als so wird es nicht mehr", stellte Dr. Bianca Berding fest. Die Kunsthistorikerin vermutete, dass das Werk aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammte. Trotz seines Alters blieb der Zustand allerdings problematisch: Damals wurde noch mit sehr unterschiedlichen Bindemitteln gearbeitet, zudem fehlten moderne Farbtuben. Das Gemälde war dadurch stark nachgedunkelt.

"Es tut mir im Herzen weh", musste Bianca Berding schließlich mitteilen. Mehr als 1.500 Euro waren nicht drin. Das Bild blieb somit in Familienbesitz.

Quelle: teleschau – der mediendienst