Nach erfolgreichem Deal kippt unter den VOX-Löwen die Stimmung: "Habe ich noch nie erlebt"
Autor: Franziska Wenzlick
, Donnerstag, 22. Oktober 2026
Als es bei "Die Höhle der Löwen" (VOX) um die hohen Immobilien- und Mietpreise geht, herrscht unter den Investoren noch traute Einigkeit. Doch dann leistet sich Janna Ensthaler nach dem erfolgreich abgeschlossenen Deal einen Fauxpas - zumindest in den Auigen von Judith Williams.
"Ich frage mich immer: Wie schaffen das Familien überhaupt noch, ein Haus zu bauen mit einem normalen Einkommen?", grübelt Judith Williams beim Anblick der Papp-Häuschen, die als Kulisse für den nächsten "Die Höhle der Löwen"-Pitch dienen sollen. "Du kannst ja nicht mal die Mieten mehr bezahlen mit einem normalen Gehalt", ergänzt Ralf Dümmel, während Janna Ensthaler es gar für eine "der größten Tragödien unserer Zeit" hält, "dass wir alle in schönen Elternhäusern aufgewachsen sind - aber unsere Generation, die kann sich das Haus nicht mehr leisten".
Eine Lösung für all diejenigen, die sich dennoch zum Hauskauf entschieden haben, wollen Leonie Dowling und Carolin Krebber, die Gründerinnen von "meinhaus.digital", geschaffen haben. Die KI-basierte Plattform soll als "digitaler Architekt für die Hosentasche" samt Kostenchecker, Finanzierungshelfer sowie Konzeptfinder fungieren und so den Umbau von Häusern kostengünstiger möglich machen.
Die Löwen sind angetan - aber 425.000 Euro für nur fünf Prozent der Firmenanteile? "Das war jetzt so schön alles, und dann kam das Angebot", ist Janna Ensthaler irritiert. Sie ist bereit, die gewünschte Summe zur Verfügung zu stellen, möchte aber zehn Prozent der Firmenanteile haben. Carsten Maschmeyer bietet für zehn Prozent sogar eine halbe Million; Dagmar Wöhrl schlägt den gleichen Deal vor.
Judith Williams findet: "Das ist aber auch gemein"
Dann jedoch ziehen sich Maschmeyer und Ensthaler zurück und bieten anschließend gemeinsam 500.000 Euro für zehn Prozent. Ein verlockendes Angebot für die Gründerinnen, die sich schließlich dazu entscheiden, den Deal mit dem Investoren-Duo einzugehen - sehr zur Enttäuschung von Dagmar Wöhrl.
"Die ist für dich", bietet Janna Ensthaler daraufhin ihrer sichtlich betrübten Mitlöwin das Schokoladen-Täfelchen an, das die Gründerinnen ihren neuen Geschäftspartnern zum Abschied überreicht hatten. Während Wöhrl dankend ablehnt, schaltet sich Judith Williams ein: "Das ist aber auch gemein. Deal wegschnappen und dann sagen: 'Ooh, kriegst ein bisschen Schokolade.'"
Das will Ensthaler nicht auf sich sitzen lassen: "Das war nur lieb gemeint", rechtfertigt die 42-Jährige sich. Judith Williams lacht gereizt. "Mir geht es nur darum: Ich als Frau im Business, ganz ehrlich, ich habe überhaupt kein Problem damit, auch einen Deal zu verlieren", sagt sie, "ich habe genug Selbstbewusstsein, dass ich da drüber stehe. Aber ich habe noch nie erlebt, dass man dann hingeht ..." Da unterbricht Ensthaler ihre Kollegin: "Judith! So ein schöner Moment, so ein schöner Deal, so tolle Gründer und jetzt haben wir irgendwas gefunden, was jetzt falsch war. Es war doch alles gut."
Dagmar Wöhrl ist überzeugt: "Ich wäre hier besser"
Williams sieht das anders. "Warum kannst du mich nicht ausreden lassen?", ärgert sie sich. "Weil das war nicht böse von mir", erklärt sich Ensthaler erneut. Da reicht es Williams: "Ich habe überhaupt nicht das Wort böse verwendet. Das ist eher deine Interpretation - und der Trigger, den ich vielleicht bei dir gesetzt habe."