Mord an Daniel Emminger (33) im Allgäu: "Aktenzeichen XY" bringt Riesen-Gewehr ins Spiel
Autor: Gianluca Reucher
, Donnerstag, 30. Juli 2026
In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" wurde der ungelöste Fall um den ermordeten Daniel Emminger thematisiert. Der 33-Jährige wurde vor wenigen Monaten auf seiner Farm im Allgäu erschossen - wohl mit einem Riesen-Gewehr.
Daniel Emminger lebte auf einer abgeschiedenen Farm nahe Bedernau im Unterallgäu (Bayern). Dort baute der 33-Jährige sein eigenes Obst und Gemüse an, hielt Tiere, erzeugte eigenen Strom und betrieb eine Biogasanlage. In seinem Verein "Autarkia-naturnah" teilte er sein Wissen über Autarkie, Selbstversorgung und Spiritualität, bot dazu regelmäßig Kurse an. Doch dann wurde Daniel ermordet.
Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" hat den rätselhaften Fall am Mittwochabend aufgegriffen. Nach derzeitigem Stand sei Daniel Emminger in der Nacht vom 31. März auf den 1. April erschossen. Zeugen fanden seine Leiche zwei Tage später auf seinem Hof. Vier Monate später ist der Täter noch immer nicht gefasst.
Täter könnte bei Schussabgabe einen Hörschaden erlitten haben
In der ZDF-Sendung wurde berichtet, dass die Waffe laut Mordkommission im Inneren des Hauses abgefeuert wurde - offenbar handelte es sich um ein Riesen-Gewehr. Bei dem verwendeten Kaliber müsse "ein extremer Schalldruckpegel entstanden sein, der deutlich über der menschlichen Schmerzgrenze gelegen haben dürfte", hieß es. Der Knall soll lauter gewesen sein als ein startender Düsenjet.
Daniel könnte die Abgelegenheit des Ortes zum Verhängnis geworden sein. Die Polizei möchte jetzt wissen, wer Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts kennt, die über ein legales oder illegales Gewehr verfügen und mit dessen Umgang geübt sind. Außerdem fragen die Ermittler, ob nach der Tat ein Gewehr zum Verkauf angeboten wurde. Und: ob jemandem eine Person aufgefallen ist, die sich wegen eines Hörschadens in ärztliche Behandlung begeben hat.
Wer entscheidende Hinweise liefert, die zur Festnahme des Täters führen, erhält eine Belohnung von 5.000 Euro, wie das Bundeskriminalamt verspricht. Auch Beobachtungen von womöglich ortsfremden Personen oder Fahrzeugen im Tatzeitraum können hilfreich sein. Hinweise werden per Telefon an 08331/100499 oder per E-Mail an pp-sws.memmingen.kpi.soko@polizei.bayern.de entgegengenommen.
Quelle: teleschau – der mediendienst