Menowin stiehlt bei DSDS-Comeback der eigenen Tochter die Show - Mitgefühl zeigt nur eine
Autor: Teleschau
, Freitag, 17. April 2026
"Wir brauchen ein paar Chaoten." Dieter Bohlen denkt nicht nur an Gesangstalent allein, wenn er in der DSDS-Jury sitzt. Am letzten Casting-Tag der neuen Staffel aber, als alles schon vorbeischien, da wurde Dieter perfekt beschert: mit dem chaotischen Supertalent. Menovin Fröhlich is back!
Singen wie ein Zeisig? Oder gar wie eine Nachtigall? Überschätzt. Beim Casting von DSDS zählt anderes. Das sagte Dieter Bohlen am letzte Casting-Tag von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) frei heraus: "Wir brauchen ein paar Bekloppte. Das frischt ein bisschen auf", sagte er, nachdem er einen Kandidaten mit einem Ja in den "Golden Room" verfrachtet hatte, der zwar optisch "eine markante Type", aber stimmlich hörbar schlecht drauf war.
Gerade im Casting macht die Show die Show. Es lebe die Aufregung, denn mit ihr steigt die Quote. Deshalb freute sich das 72-jährige DSDS-Urgestein dann auch richtig über einen ganz besonderen Coup. Am Ende durfte Dieter Bohlen verkünden: "Wir haben jetzt den absoluten Aufreger: Menowin is back!"
Das ist in der Tat erstaunlich. Denn keiner (bis auf die Produktionsplaner, die genau wussten, wer da als letzter aller Castingkandidaten des 2026er-Jahrgangs antrat) hatte das kommen sehen. Aber Jiepen Fröhlich (17) brachte ihren Vater als Begleiter mit. Und bei Bohlen klingelte es bei dem Nachnamen sofort: "Ich kannte auch mal einen, der so hieß. Den Menowin." Jiepen: "Das ist mein Papa." Und die Sensation nahm ihren Lauf: Menowin Fröhlich kehrte in den Schoß von Dieter und DSDS zurück.
Menowin Fröhlich: DSDS-Legende kehrt als Begleiter seiner Tochter zurück
Erst mal sang Jiepen. Die hat zwar dieselben magischen (wenn auch dunkleren) Augen ihres Vaters geerbt, aber leider nicht dessen Gesangstalent. Mit ihrem "Er gehört zu mir" konnte sie Bohlens Traum nicht erfüllen. "Ich suche seit Jahren eine, die so singt wie Marianne Rosenberg." Jiepen ist es nicht. "Du bist noch nicht so reif wie dein Vater damals, die Rampensau", meinte Juror Bushido. Jiepen ist 17. Und ihr Vater war immerhin schon 22, als er zur DSDS-Legende wurde.
Apropos: "Wo ist denn dein Papa?", fragte Dieter und Jiepen meinte: "Der steht da irgendwo rum." Das tat er kurz danach vor der Jury. Und da hatten sich zwei gefunden. Dieter Bohlen strahlte und wurde, refresht von Nostalgie, umgehend 16 Jahre jünger. Denn so lange ist es her, dass Menowin zuletzt vor Juror Dieter stand. Und es war damals für beide ein Höhepunkt.
"Das hat mir damals mit dir unheimlich Spaß gemacht, das war legendär." Für Dieter ist "damals", die siebte Staffel 2010, noch immer "die geilste Staffel". Und für RTL auch: Mit 6,51 Millionen Zuschauern im Staffelschnitt und 7,58 Millionen im Finale wurde es die zweitbeste Staffel aller Zeiten. Gilt auch für Menowin. Denn er wurde auch Zweiter.
Throwback für alle DSDS-Neulinge: Menowin Fröhlich nahm 2005 als 17-Jähriger erstmals teil. Er sang sich unter die besten 20. Er schied aus, weil er zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurde. 2010 kehrte er zurück. Er gewann alle Mottoshows und galt als Top-Favorit fürs Finale. Als Moderator Marco Schreyl den Sieger verkündete, zuckten Menowins Arme schon zum Jubeln nach oben - aber Mehrzad Marashi gewann mit 56,4 Prozent der Stimmen.