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Meisterhaft und preisgekrönt: Einer der größten Anti-Kriegsfilme läuft heute im Free-TV


Autor: Teleschau  

, Freitag, 02. Oktober 2026

Sieben Oscars gewann "Die Brücke am Kwai", nun ist David Leans meisterhaftes Antikriegsepos auf ARTE zu sehen.


"Ich hasste diesen Burschen von Anfang an." Alec Guinness' Abneigung gegen die Figur des sturen, eitlen und selbstgefälligen Colonel Nicholson ist verständlich, stellt der Mann doch die Ehre eines hochrangigen Soldaten und eiserne Pflichterfüllung über alles. Das hinderte den britischen Schauspieler aber nicht daran, die Rolle in David Leans Spielfilm "Die Brücke am Kwai" von 1957 zu übernehmen. Obwohl der Regisseur keine großen Sympathien für Alec Guinness hegte und dieser nur dritte Wahl war, lieferte der Schauspieler eine Glanzleistung ab und bekam sogar den Oscar. Insgesamt sieben Academy-Awards erhielt das Meisterwerk, das ARTE nun am Sonntag, 4. Oktober, um 20.15 Uhr wiederholt, unter anderem als bester Film und beste Regie.

Nicholsons Charakter zeigt sich schon in den ersten Szenen des Films: Seine Einheit wurde von den Japanern während des Zweiten Weltkrieges gefangengenommen und in ein Arbeitslager in Burma gebracht. Trotzdem lässt der Colonel die müden, zerlumpten und geschwächten Soldaten dort in strenger Formation einmarschieren.

Da die Japaner nur mit Nicholsons Hilfe eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke errichten können, lassen sie dem despotischen Briten bald freie Hand beim Bauen. Dieser macht sich mit großem Ehrgeiz und Perfektionismus an seine Aufgabe und versucht sogar, die Sprengung durch eine alliierte Kommandotruppe zu verhindern. Dass dabei ein Bauwerk für den Feind entsteht, macht das Ganze absurd und sinnlos. Mit "Die Brücke am Kwai" schuf David Lean ein subversives Gleichnis, das eben auch zeigt, wie im Krieg gewöhnliche Verhaltensweisen und Denkmuster pervertiert werden.

Quelle: teleschau – der mediendienst