Martin Rütter wird bei Anblick von Dalmatiner-Rüden sauer: "Menschen sind krank!"
Autor: Teleschau
, Freitag, 18. Sept. 2026
Dalmatiner-Rüde Odin hält Frauchen Stefanie ordentlich auf Trab: Er kann nicht alleine bleiben und rastet bei Hundebegegnungen aus. Zudem ist er von Geburt an taub. "Hundeprofi" Martin Rütter regt sich mächtig über die Zucht der Rasse auf.
Das Team von Martin Rütter führt es in der neuen Folge von "Der Hundeprofi - Rütters Team" in das bayerische Eußenheim. Dort wohnen die 30-jährige Stefanie Haupt und ihr zwei Jahre alter Dalmatiner-Rüde Odin.
Die Familie hatte sich Odin während Stefanies Schwangerschaft geholt. "Er musste nie alleine bleiben, dementsprechend kann er es nicht." Das ist jedoch nur eines der Probleme, mit dem Stefanie kämpft. Denn wenn sie auf Spaziergängen mit Odin und dem Kinderwagen auf andere Hunde trifft, wird der 30-Kilo-Rüde mehr als ungehalten. Besonders schwarze Rüden sind dem Dalmatiner offenbar ein Dorn im Auge.
Eine besondere Herausforderung beim Training: Odin ist von Geburt an taub. Der Dalmatiner sei aufgrund seiner Taubheit als Einziger aus seinem Wurf übrig geblieben. Dabei ist eine Taubheit bei Dalmatinern alles andere als selten, wie "Hundeprofi" Martin Rütter weiß. "Jetzt sind wir kurz wieder bei Qualzucht und Co.", leitet er mit ernster Miene ein.
Martin Rütter: "Der ist jetzt schon in Krawallstimmung"
Wie Rütter erklärt, haben Studien ergeben, "dass wenn der Dalmatiner große, zusammenhängende Flecken hat und wenn die Ohren dicht schwarz sind, dass die Wahrscheinlichkeit auf Taubheit geringer wird". Preise könne man mit einem solchen Hund allerdings nicht mehr gewinnen. Das Schönheitsideal für die Rasse seien "separate kleine Punkte". Rütter poltert wütend: "Das ist ja wirklich absurd, dass wir wieder mal sagen, dass die Hunde dann taub werden: Hey, kein Problem!" Sein Fazit: "Menschen sind krank!"
Stefanie Haupt setzt beim Training mit Odin daher vor allem auf sichtbare Handzeichen, um ihm Kommandos zu geben und ihn zu belohnen. Hundetrainerin Sophie Schäfer merkt bei ihrem Besuch sofort: "Odin klebt extrem an Stefanie und sucht permanent den Körperkontakt." Selbst wenn die 30-Jährige ins Badezimmer geht, folgt ihr der Rüde auf Schritt und Tritt.
Beim Test-Spaziergang ist dagegen eine ganz andere Seite von Odin zu sehen. Sobald der Dalmatiner einen anderen Hund erblickt, ist er in Alarmstimmung, wirft sich in die Leine und bellt los. Martin Rütter beobachtet: "Der ist jetzt schon in Krawallstimmung." Stefanie Haupt behilft sich, indem sie den Kinderwagen sicher abstellt und Odin mit vollem Körpereinsatz zurückhält. Trotz seiner ungehaltenen Art ist sie davon überzeugt, dass Odin es eigentlich nur gut meint.
Hundebesitzerin baff: "Dachte immer, er will nur hin zum Spielen"
Sophie Schäfer sieht das anders. Sie erkennt bei Odin extremes Markierverhalten . Besonders das intensive Schnüffeln am Hinterteil der Hunde weise daraufhin. "Mich hat das schon sehr überrascht, dass er das nicht freundlich meint, weil eigentlich dachte ich immer, er will nur hin zum Spielen", gesteht Haupt. Schäfer betont: "Was man bei ihm wirklich sieht: Sein einziger Gedanke ist eigentlich das Hinterteil des anderen Hundes."