Martin Rütter tief betroffen: Glücklich vermitteltem Bruno ereilt trauriges Schicksal
Autor: Simone Deckner
, Freitag, 27. März 2026
Neufundländer Bruno vegetierte jahrelang unter schlimmsten Bedingungen, bevor er durch "Die Unvermittelbaren" ein neues Zuhause fand. Schnell lebt sich der Rüde bei Hundetrainerin Larissa und ihrem Rudel ein - doch nur sechs Wochen später gibt es eine traurige Wendung.
Neufundländer Bruno hat die Hölle durchgemacht: Jahrelang wurde er unter völlig unzureichenden Bedingungen gehalten: Seine ehemalige Halterin ging kaum mit ihm raus, ließ ihn und zwei weitere Hunde völlig verwahrlosen. Als der große schwarze Hund beschlagnahmt wurde, war er in einem erbärmlichen Zustand: Völlig abgemagert, das Fell mit Fäkalien verklebt und die Ohren so schwer vereitert, dass er nicht mehr richtig hören kann.
Im Tierheim Darmstadt wurde Bruno langsam wieder aufgepäppelt, fand schließlich durch Martin Rütters Aufruf bei "Die Unvermittelbaren" ein neues Zuhause: Hundetrainerin Larissa aus Oberschwaben nahm den zwölf Jahre alten Rüden bei sich auf: Statt im begrenzten Tierheim hat Bruno nun viel Platz, denn Larissa lebt nicht nur auf dem Land, sondern auch mit neun Hunden, vielen Katzen und Enten zusammen.
"Unsere erste Nacht war sehr schön und sehr gemütlich", kann Larissa erfreut berichten, "Bruno hat das Bett für sich entdeckt", sagt sie. Auch die Behandlung seiner entzündeten Ohren lässt der Neufundländer geduldig über sich ergehen. Martin Rütter: "Das ist wirklich erstaunlich, dass der Bruno nach nur einem Tag da schon so angekommen ist. Die anderen Hunde finden das völlig unspektakulär, das ist eine sehr tolerante Gruppe. Und beim Bruno habe ich auch nicht das Gefühl, dass der denkt, 'Wo bin ich hier gelandet?' Ganz schön!"
Larissa: "Bruno geht es überhaupt nicht gut"
Doch sechs Wochen später meldet sich Larissa mit einem Video. "Wir haben heute leider keine guten Nachrichten. Gestern Nacht hat Bruno gehustet und seit heute Morgen geht es ihm überhaupt gar nicht gut. Er frisst nichts, er atmet total schwer, er möchte nicht aufstehen und eigentlich nur seine Ruhe haben." Er sei sogar schon zweimal auf der Treppe zusammengebrochen, berichtet sie besorgt.
Der Tierarzt muss ihr eine niederschmetternde Diagnose mitteilen, wie Larissa unter Tränen erzählt: "Wir haben ein Röntgenbild gemacht und auf der Lunge ist etwas zu sehen, was da nicht hingehört." Bruno bekommt hoch dosiertes Antibiotika und Medikamente zur Entwässerung verschrieben: "Jetzt gucken wir mal, wie es ihm geht, aber vermutlich ist unsere Zeit einfach begrenzt, weil es geht ihm einfach überhaupt nicht gut", erkennt die erfahrene Tiertrainerin den Ernst der Lage.
Martin Rütter von Brunos Schicksal betroffen
Und tatsächlich: Der Zustand des fünfjährigen Brunos verbessert sich nicht mehr. Damit ihr Schützling nicht weiter leiden muss, erlöst Larissa ihn. Martin Rütter ist von der Entwicklung tief betroffen und versucht dennoch, das Positive zu sehen: "Es ist natürlich schrecklich und man hätte sich jetzt etwas anderes gewünscht. Aber ich hoffe, dass Larissa es tröstet, dass sie wahnsinnig viel für Bruno geleistet hat. Denn immerhin ist er nicht im Tierheim gestorben, sondern in einer Situation, in der er sich wohlgefühlt hat und richtig gerne war."
Brunos einstiger Weggefährte Willi hat mehr Glück: Der Hütehund hat sich schon bestens in seinem neuen Zuhause bei Tatjana und Thomas im Emsland eingelebt: "Er verteidigt jetzt Haus und Hof und er rennt auch durch den Garten", sagt Tatjana lachend, "wir genießen jeden Tag mit ihm." Das Paar hofft, dass sie noch viele gemeinsame Tage mit dem ehemals "Unvermittelbaren" haben werden: "Der gehört jetzt zu unserem Rudel, den geben wir nicht mehr her", sagt Thomas.