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Die Toten, die zum Leben gehören


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 28. Mai 2026

Mit Isabelle Huppert, Tsuyoshi Ihara und August Diehl: "Madame Sidonie in Japan" erzählt eine ungewöhnliche Gespenstergeschichte vor malerischer Kulisse. ARTE zeigt das romantische Drama als TV-Erstausstrahlung.


Geschichten, in denen Menschen von irgendwelchen Geistern heimgesucht werden, kennt man üblicherweise aus dem Gruselgenre. Wie erfrischend, dass es hier mal in eine ganz andere Richtung geht. "Madame Sidonie in Japan" ist eine Erzählung über Trauer und Schmerz, vor allem aber über Heilung, Hoffnung, Neuanfang und Liebe. Und dann spielt in dem poetischen Drama von Élise Girard (Regie und Drehbuch), das ARTE nun als Erstausstrahlung zeigt, eben auch ein Gespenst eine wichtige Rolle.

Sidonie Perceval (Isabelle Huppert) ist eine erfolgreiche französische Schriftstellerin. Oder besser: war. Seit dem Tod ihres Mannes vor einigen Jahren hat sie nichts mehr zu Papier gebracht. Deshalb zögert Sidonie zunächst auch, als ihr Verleger Kenzo (Tsuyoshi Ihara) sie anlässlich der Neuauflage ihres ersten Buches nach Japan einlädt. Wo sich dann Dinge zutragen, die Sidonie kaum glauben kann.

Nach ihrer Ankunft im Land der aufgehenden Sonne sieht Madame Sidonie immer wieder ihren verstorbenen Mann Antoine (August Diehl). Es gibt da noch wichtige Dinge zu klären. Gar nicht so unglaublich, erklärt Kenzo, der die Autorin behutsam und still in ein neues Leben führt. Ein Leben, so erklärt er es ganz selbstverständlich, zu dem immer auch die Toten gehören. "In Japan leben sie überall um uns."

Madame Sidonie in Japan - Mi. 17.06. - ARTE: 21.35 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst