"Lust auf Parteichef?": Antwort von Hubertus Heil bringt Markus Lanz zum Schmunzeln

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Markus Lanz
Bei "Markus Lanz" redete sich SPD-Politiker Hubertus Heil um Kopf und Kragen, als es um sein Interesse am SPD-Parteivorsitz ging.
ZDF / Markus Hertrich

Bei "Markus Lanz" wurde aus der politischen Debatte plötzlich ein Personal-Thema. Der Moderator bohrte bei SPD-Politiker Hubertus Heil so lange nach, bis dessen ausweichende Antwort Raum für Interpretationen ließ.

Bei "Markus Lanz" geriet Hubertus Heil in Erklärungsnot, als es um sein Interesse am SPD-Parteivorsitz ging. Nachdem sich der Politiker leidenschaftlich für eine höhere Leistungsgerechtigkeit in Deutschland eingesetzt hatte, konterte Lanz: "Herr Heil hat sich gerade beworben für den Parteivorsitz." Eine Aussage, die der SPD-Mann nicht unkommentiert ließ: "Wo habe ich das gesagt?" Lanz antwortete lachend: "Ich lege Ihnen das jetzt in den Mund." Er ergänzte: "Sie haben natürlich Lust darauf!"

Hubertus Heil wiegelte derweil ab und stellte klar: "Wissen Sie, was meine Motivation ist, mich jetzt stärker öffentlich zu Wort zu melden? (...) Ich bin nach wie vor Abgeordneter meines Wahlkreises. (...) Und meine Überzeugung ist: Man muss etwas für die Demokratie tun. Und ich will auch etwas für eine stärkere Sozialdemokratie tun."

Damit konnte er Markus Lanz jedoch wenig überzeugen: "Das meine ich doch. Das können Sie doch gut, wenn Sie Parteichef sind." Heil stichelte zurück: "Ich führe aber keine Personaldebatten, auch wenn Sie das wollen." Der ZDF-Moderator fragte dennoch unbeirrt weiter: "Hätten Sie Lust auf Parteichef?" Hubertus Heil reagierte schwammig: "Ich will meinen Beitrag leisten - wo auch immer -, dass diese Partei, die mir am Herzen liegt, wieder stärker wird." Lanz hakte nach: "Schließen Sie es aus?" Heil wiederholte genervt: "Ich führe keine Personaldebatten."

Eine Aussage, die Lanz schließlich zu dem Entschluss brachte: "Ich lese das so: Hubertus Heil (...) steht bereit." Journalist Marc Felix Serrao nickte: "Dementi klingt anders!" Der SPD-Politiker wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und sagte: "Das sind aber die üblichen Spielchen!" Abschließend mahnte er: "Wir dürfen die Leidenschaft für unsere Überzeugungen nicht den Rechtsradikalen überlassen."

Quelle: teleschau – der mediendienst