Lachen ist für diese Kommissarin "Energieverschwendung"

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Nord bei Nordost
Ruhe vor dem Sturm: Auf Nina Hagen (Cordelia Wege) kommen Turbulenzen zu.
NDR / Georges Pauly
Nord bei Nordost - Westend
Keiner der drei Westend-Kommissare ist verzichtbar, egal was das BKA sagt: Felix Bittner (Franz Dinda, rechts), Nina Hagen (Cordelia Wege) und Tim Engelmann (David Bredin).
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Nord bei Nordost
Doch ein Herz für Streuner? Nina Hagen (Cordelia Wege).
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Nord bei Nordost
Polizist Felix Bittner (Franz Dinda) und seine Chefin Nina Hagen (Cordelia Wege) auf Spurensuche auf dem explodierten Hausboot.
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Nord bei Nordost - Westend
Nina Hagen (Cordelia Wege) ahnt nicht, das die Begegnung mit dem Hund der letzte ruhige Moment an diesem Tag sein wird. Am Ende der Geschichte treffen die Beiden sich wieder.
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Nord bei Nordost - Westend
Hilflos in einem fremden Land gestrandet sind die Ukrainerinnen Uljana Rodenko (Irina Potapenko) und ihre Tochter Ana  (Laeni Geiseler), die ihre ganzen Hoffnungen in deutsche Pässe setzen.
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Nord bei Nordost - Westend
Für neugierige Pressevertreterinnen wie Almut Driehorst (Johanna Polley, rechts) hat Kommissarin Hagen (Cordelia Wege) nicht übrig. Oder kann die Journalistin ihrerseits Fragen beantworten?
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Nord bei Nordost - Westend
Der Mann, der sich "Maxim" nennt (Knut Berger), macht sich für eine ukrainische Flüchtende und ihre Tochter unverzichtbar.
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Nord bei Nordost - Westend
Für den prinzipienreitenden Kommissar Felix Bittner (Franz Dinda) stellen zu viele Konservierungmittel und gedehnte Datenschutzregeln große Probleme dar.
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Nach zehn Jahren "Nord bei Nordwest" kam 2024 die Antwort aus Meck-Pomm: Mit "Nord bei Nordost - Westend" schickten die Macher der neuen Reihe zum Tag der Einheit einen starken Pilotfilm mit Cordelia Wege in der Hauptrolle ins Rennen um die Zuschauergunst. Die ARD wiederholt den Film am Freitagabend.

Ein idyllisch gelegener See am frühen Morgen, eine Frau im Kuschelpulli, die mit Kaffeebecher in der Hand auf das Wasser schaut. Plötzlich explodiert mitten im See ein Hausboot. Die Frau, eine Polizistin mit Namen Nina Hagen, entdeckt in den rauchenden Trümmern einen Toten ... - So kontrastreich beginnt der Pilotfilm der ARD-Krimireihe "Nord bei Nordost" mit dem Titel "Westend" (Regie: Esther Rauch) aus der Feder des krimierprobten Grimmepreisträgers Holger Karsten Schmidt, der schon für "Nord bei Nordwest" verantwortlich zeichnete. Eine "starke Frauenfigur" versprach vor der Erstausstrahlung im Herbst 2024 Hauptdarstellerin Cordelia Wege, die den Trend der vermehrt gezeigten Frauen um die 50 im Fernsehen gern unterstützt. Die ARD wiederholt den Film am Freitagabend.

Eine äußerst spröde, aber empathische Hauptfigur

Kommissarin Nina Hagen, die mit ihrer berühmten Namensvetterin höchstens das Geschlecht gemeinsam hat, findet schnell heraus, dass das explodierte Hausboot am Tag zuvor von einem Investigativjournalisten gemietet wurde. Hatte der etwas herausgefunden, das geheim bleiben sollte? Gemeinsam mit ihren beiden Kollegen Tim Engelmann (David Bredin) und dem peniblen Felix Bittner (Franz Dinda), denen Nina gleichermaßen auch amourös zugetan ist, beginnt sie zu ermitteln.

Ortswechsel: Wir lernen am Waldrand in der Mitte von Nirgendwo Maxim (Knut Berger) sowie Uljana (Irina Potapenko) und ihre Tochter Ana (Laeni Geiseler) kennen, die als ukrainische Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland sind. Um Transport und Pässe will sich die Organisation "Zweite Welle" kümmern, die verspricht, die Geflüchteten direkt an den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Maxim nimmt sich Uljanas an, der die Machenschaften der Schleuser zunehmend unseriös vorkommen.

Schauplatz der Reihe, deren zweiter Film "Jagd in die Vergangenheit" im Januar 2026 erstausgestrahlt wurde, ist die Mecklenburgische Seenplatte, zu der alle drei Hauptdarsteller auch private Verbindungen haben. Dort wurde im Frühjahr 2023 in den Orten Malchow, in Plau am See und Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gedreht, einige wenige Szenen wurden in Hamburg eingefangen. Entsprechend viel Natur und Wasser sind um die fiktive Kleinstadt Westend herum zu sehen. Die drei Polizisten agieren hier weitgehend unbehelligt vom Rest der Welt. Dass eine der drei Stellen gestrichen werden soll, ignoriert das Trio einfach, so eingespielt sind die Kommissare aufeinander.

Gute Zusammenarbeit vor und hinter den Kulissen

Auch hinter den Kulissen habe die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert, erzählte die in Halle (Saale) geborene Hauptdarstellerin Cordelia Wege. "Am Set habe ich gemerkt, dass wir alle reife Persönlichkeiten sind und nicht mehr so fahrig, sehr konzentriert und an der Sache interessiert." Als "unfassbar effektiv und bereichernd" beschrieb sie die gemeinsamen Dreharbeiten. Ihre Figur mag sie gern, auch wenn Kommissarin Nina Hagen nicht gerade ein Herzensöffner sei. "Lachen ist für sie Energieverschwendung", sagte die heute 50-jährige Schauspielerin. Dafür sei sie aber gradlinig, ehrlich und vor allem Opfern gegenüber ungeheuer empathisch. Eine interessante Figur, der es dank Cordelia Wege gelingt, den Zuschauer auch ohne viele Worte abzuholen.

Auch wenn es einige wenige Actionszenen gibt, stehen bei "Westend" klar die zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, die mit viel Zeit und nordostdeutschem Lokalkolorit erzählt werden, ohne jemals langatmig zu wirken.

Nord bei Nordost - Westend - Fr. 26.06. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst