Druckartikel: "Koalitionsähnlich": Als es um die AfD geht, gerät Manfred Weber bei Lanz unter Druck

"Koalitionsähnlich": Als es um die AfD geht, gerät Manfred Weber bei Lanz unter Druck


Autor: Natascha Wittmann

, Donnerstag, 26. März 2026

Bei "Markus Lanz" wurde EVP-Fraktionschef Manfred Weber mit Berichten konfrontiert, wonach sich die EVP in der Migrationspolitik enger mit Rechtsaußen abgestimmt haben soll, als bislang eingeräumt. Als im Studio von einer "koalitionsähnlichen" Zusammenarbeit die Rede war, geriet Weber unter Druck.


Bei "Markus Lanz" bezog CSU-Vize Manfred Weber Stellung zur vermeintlichen Zusammenarbeit zwischen der EVP und Rechtsaußen-Fraktionen unter Beteiligung der AfD im Europaparlament. Dazu wollte Lanz wissen: "Was ist Ihre Position dazu? Gibt es da dieses gemeinsame Papier?" Weber redete sich um Kopf und Kragen und reagierte schwammig, er wolle lediglich die Position der Bundesregierung in Brüssel "mehrheitsfähig (...) bekommen". Eine Aussage, auf die Journalistin Eva Quadbeck irritiert reagierte: "Sie sagen, es gibt keine strukturierte Zusammenarbeit, aber es gab auf jeden Fall eine inoffizielle Zusammenarbeit." Laut Quadbeck sei sogar von einer "Zusammenarbeit, die koalitionsähnlich ist", zu sprechen.

Eine Einschätzung, die den ZDF-Moderator fassungslos machte: "Mit der AfD..." Manfred Weber konterte prompt: "Es gab und gibt keine strukturierte Zusammenarbeit mit der AfD!" Der ZDF-Moderator hakte jedoch nach: "Warum ist strukturiert so eine wichtige Vokabel in dem Zusammenhang?" Der EVP-Fraktionschef versuchte, die Frage zu umgehen und sagte stattdessen: "Es gab in der Frage (...) keine inhaltliche Zusammenarbeit." Abschließend warnte Weber: "Wenn es uns nicht gelingt, dass wir diejenigen, die abgelehnt sind, aus Europa rauskriegen, dann haben wir ein ganz anderes AfD-Problem! Dann haben wir eine ganz andere Fragestellung mit den Rechten!"

Sehen Sie die Lanz-Sendung in voller Länge jederzeit bei https://kurz.zdf.de/LANZ/

Quelle: teleschau – der mediendienst