Kaum wiederzuerkennen: Wunderbare Komödie mit Publikumsliebling als Ex-80er-Star läuft heute im Free-TV
Autor: Teleschau
, Dienstag, 24. März 2026
Zwischen Musikfilm, 80er-Parodie und romantischer Komödie treffen Hugh Grant und Drew Barrymore "Mitten ins Herz".
Wenn ein alternder Popstar an den Erfolg früherer Tage anzuknüpfen versucht, ist das oftmals peinlich. Die Stimme ist nicht mehr so klar wie damals und die Gelenkschmiere reicht für akrobatische Tanzeinlagen nicht mehr aus. In einer flotten Musikkomödie von 2006 zeigte "Miss Undercover"-Autor Marc Lawrence, dass sich trotz allem die Mühe lohnt, es noch einmal zu versuchen. Dann klappt es vielleicht nicht mit dem Erfolg, aber mit der Liebe. "Mitten ins Herz" (Mittwoch, 25. März, 22.15 Uhr, Super RTL) mit Hugh Grant als ehemaliges Teenie-Idol lockte hierzulande rund eineinhalb Millionen Zuschauer in die Kinos.
Alex Fletcher (Hugh Grant), so der Name der einstigen Hälfte des Erfolgsduos "PoP!", einer 80er-Jahre-Formation in Spandexhosen und mit Vokuhilaföhnfrisur, hat seine besten Tage längst hinter sich. Gemeinsam mit seinem konsternierten Manager (Brad Garrett) muss er um jedes Engagement kämpfen. Bis ein Britney Spears/Christina Aguilera/Lindsay Lohan-Klon (Haley Bennett) auftaucht, sich als große Verehrerin Fletchers erklärt und ihn darum bittet, einen ergreifenden Lovesong für ihr neues Album zu schreiben. Dumm nur, dass Alex völlig unbegabt im Umgang mit Worten ist und allenfalls in die Tasten hauen kann.
Unterhaltsame Komödie mit glänzendem Hugh Grant
Umso gelegener kommt ihm seine Blumengießerin Sophie (Drew Barrymore), die gerade noch Literatur studierte und eine hoch begabte Autorin ist. Und ehe man sich versieht, ist der Song in größtenteils harmonischem Teamwork geschrieben, mehrere Male gesungen, verkauft, gefeiert und alle liegen sich im Arm, küssen und herzen sich. Schluss, Klappe, Abspann.
Was so kurz weilt wie das Lieblingslied im Radio, ist zumindest bis zur Hälfte unterhaltsam und teils überraschend humorvoll. Einen der Höhepunkte findet sich gleich am Anfang des Films: Das fiktive Musikvideo zum 80er-Jahre-Hit "Pop! Goes My Heart" zeigt Hugh Grant alias Alex Fletcher als debil grinsenden Wham!-Verschnitt, der sich zu wahnsinnig schlechter Choreografie bewegt.
Während Drew Barrymore sich in der Rolle der fahrigen Blumenfrau ein wenig unter Wert verkauft, glänzt Hugh Grant mit jeder Menge komischem Talent und scheinbar improvisierten Tanzeinlagen, die sogar in seiner parodistischen Präsentation noch den einen oder anderen Hingucker bietet.
Quelle: teleschau – der mediendienst