"Kann dich nicht leiden" - Trödelfund löst bei "Bares für Rares" Zoff zwischen den Händlern aus
Autor: Natalie Cada
, Montag, 27. Juli 2026
Ein Trödelfund sorgte bei "Bares für Rares" für reichlich Zunder im Händlerraum - und für eine große Überraschung als der Einkaufspreis vom Flohmarkt endlich enthüllt wurde ...
Mit einem Flohmarktfund sorgten Monika und Rafael aus Simmerath in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) für großes Aufsehen. Denn die seltene Figur entfachte unter den Händlern einen erbitterten Bieterkampf. Dass das Paar den Schatz für einen Spottpreis ergattert hatte, verriet es allerdings erst, nachdem der Mega-Deal besiegelt war ...
Das Paar hatte die Figur auf einem Flohmarkt in Belgien entdeckt. Und Lichter fing sofort an zu schwärmen: "Da sollen tolle Flohmärkte sein." Der Verkäufer bestätigte: "Die sind auch toll." Als Lichter jedoch wissen möchte, was das Paar für den Fund bezahlt hatte, blockte der Verkäufer schmunzelnd ab: "Man muss doch nicht alles verraten."
Colmar Schulte-Goltz erkannte in der Keramikfigur den berühmten "Schneckenreiter". Die allegorische Darstellung eines Knaben stehe für die Kindheit, die auf dem Rücken der Schnecke symbolisch verlangsamt werde. Gestaltet wurde das seltene Stück vom renommierten österreichischen Keramikkünstler Michael Powolny.
Gemeinsam mit dem Designer Bertold Löffler gründete Michael Powolny 1906 die Wiener Keramik. Das Unternehmen ging später in die Wiener Werkstätten über und wurde schließlich mit der Gmundner Keramik zusammengeschlossen. Anhand der Stempelung konnte Schulte-Goltz die Figur genau datieren: Sie entstand zwischen 1907 und 1912.
Berühmter "Schneckenreiter" begeistert das Händlerteam
Für die Knabenfigur im guten Zustand wünschte sich das Paar 1.500 Euro. "Vor ein paar Jahren hat das Objekt sogar 3.000 Euro erzielt", wusste der Verkäufer. Auch Schulte-Goltz hielt den "Schneckenreiter" für ein "sehr schönes antikes und rares Stück" und taxierte 1.000 bis 1.500 Euro. "Wunderbar", freute sich der Verkäufer über die Expertise.
Im Händlerraum erkannt auch Wolfgang Pauritsch den berühmten "Schneckenreiter" sofort. Für ihn war die Figur "österreichischer Jugendstil vom Feinsten". Der Händler "schätzte die Schnecke sehr." Doch auch sein Kollege Fabian Kahl war von dem seltenen Stück angetan und schwärmte von der "schönen Kunst".
So signalisierte auch Kahl großes Kaufinteresse: "Ich habe zufällig eine große Affinität zu Tieren und deshalb schätze ich die Schnecke ebenfalls sehr." Als David Suppes erfuhr, dass die Figur vom Flohmarkt stammte, hakte er sofort nach: "Wie viel haben Sie bezahlt?" Doch Monika und Rafael wollten den Kaufpreis weiterhin nicht verraten.