"Jetzt werde ich gleich sauer!": Experte verliert im Gespräch mit Horst Lichter die Geduld
Autor: Natalie Cada
, Montag, 10. August 2026
Schlitten, Regal oder doch etwas ganz anderes? Ein kurioses Fundstück sorgte bei "Bares für Rares" für Rätselraten - und nicht nur bei Horst Lichter ...
"Ich liebe diesen Tisch", freute sich Lichter, als er das fragliche Objekt auf dem Expertenpult von Deutschmanek entdeckte. Immer wieder würden dort Gegenstände auftauchen, bei denen er sich frage: "Was könnte das denn sein?" Bei diesem Stück hielt der Experte das viele Rätselraten allerdings für völlig unnötig: "Das siehst du doch, was es ist!"
"Ich bin mir nicht ganz sicher", gestand Lichter. Je nachdem, wie das Holzteil positioniert wurde, könnte es sich seiner Meinung nach um einen Schlitten oder ein Regal handeln. Schließlich legte er sich auf ein kleines Weinregal fest. Sollte es sich doch um einen Schlitten handeln, könne es ja nur ein Lastenschlitten sein, so der Moderator.
"Nein, nein, jetzt werde ich gleich sauer", hob Deutschmanek seine Stimme, denn die Funktion des Objekts war sowas von eindeutig. "Lastenschlitten ist totaler Quatsch", mahnte er und verwies auf die viel zu kleine Auflagefläche: "Da passt doch gar nichts drauf." Elisabeth und Jeanette aus Odenthal hatten das Fundstück beim Entrümpeln entdeckt.
Für einen herkömmlichen Schlitten seien die Kufen viel zu schmalkantig. Stattdessen handelte es sich bei dem Objekt um einen historischen Eisgleiter. Eine solche Konstruktion habe der Experte bereits auf Gemälden mit Winterlandschaften und zugefrorenen Seen entdeckt: "Neben Schlittschuhen haben Kinder auch diese Gleiter damals auf Seen genutzt."
Händlerteam vermutet: "Das gehörte den Vorfahren von Waldi"
Für die nächste Diskussion sorgte die Jahreszahl auf dem Eichenholz-Gleiter. "1848 oder 1878?", fragte Deutschmanek. Während Lichter und die Verkäuferinnen eindeutig die Zahl 1848 erkannten, tendierte der Experte zu 1878. Für den Wert des historischen Stücks spielte die genaue Jahreszahl allerdings keine entscheidende Rolle, erklärte Deutschmanek.
Für den Eisgleiter mit handgeschmiedeten Kufen hofften Elisabeth und Jeanette auf 50 bis 100 Euro. Trotz einiger kleiner Beschädigungen schätzte Deutschmanek den Wert ebenfalls auf 50 bis 80 Euro. Schließlich sei das historische Stück heute vor allem dekorativ: "Dabei spielen die Mängel keine Geige. Das nutzt nämlich keiner mehr."
Weiter zum Rätselraten im Händlerraum: Christian Vechtel überlegte, ob Kinder auf dem Schlitten Platz hatten, David Suppes tippte eher auf Puppen. Markus Wildhagen dachte eher an einen Mehlsack. Doch als Vechtel auf die Eifel verwies, denn "dort schneit es viel", hatte Wildhagen die passende Erklärung: "Das gehörte den Vorfahren von Waldi."