"Jetzt habe ich Gänsehaut" -"Unendlicher" Schmuck raubt bei "Bares für Rares" allen den Atem
Autor: Natalie Cada
, Montag, 14. Sept. 2026
Ein besonderes Armband brachte Horst Lichter bei "Bares für Rares" ins Philosophieren. Seine Expertin erklärte, was hinter dem schlicht-genialen Motiv steckte.
"Du siehst keinen Anfang, du siehst kein Ende": In der Montagsausgabe (14.9.) der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" wurde Horst Lichter beim Anblick eines besonderen Armbands fast zum Philosophen. Doch erst die Expertise von Heide Rezepa-Zabel zeigte, welche Geschichte hinter dem wertvollen Schmuckstück tatsächlich steckte - samt Motiv aus der Antike.
Nicht nur das ungewöhnliche Design hatte es Lichter angetan. Auch der Materialkontrast gefiel dem ZDF-Moderator: Die Oberfläche wirkte eher rau, die Innenseite glänzte. Rezepa-Zabel konnte die Begeisterung gut nachvollziehen und schwärmte selbst von der "Kordel", die "unendlich miteinander verbunden wirkt". Lichter kommentierte augenzwinkernd: "Wie wir."
Rezepa-Zabel widmete sich lieber der Expertise, denn nun standen auch Gabriele aus Böblingen und Rainer aus Reutlingen am Pult. Die Verkäuferin hatte den Reif von ihrer Mutter geerbt, die die Importware einst geschenkt bekommen hatte. Laut Expertin stamme der prächtige Schmuck ursprünglich aus Italien.
Aufschluss über die Herkunft gab eine Punze: "AL" steht für die Provinz Alessandria. Anhand der Punzierung konnte Rezepa-Zabel zudem die Manufaktur Annaratone & Magyary in Valenza ausmachen. "Ich bin ganz begeistert, wie fein dieses Stück gearbeitet ist", schwärmte die Expertin und verglich das Knotenmotiv mit einem "geworfenen Seidenband".
Auch bekannt als "True Lovers Knot"
Der Liebesknoten stand laut Expertin für "das Unendliche, die ewige und feste Bindung". Im 19. Jahrhundert war er auch als "True Lovers Knot" bekannt. Seinen Ursprung hat das Motiv im Fischerknoten, zwei parallel geführte Drähte wurden miteinander verbunden. Ähnliche Kreuzknoten, sogenannte Herkulesknoten, waren bereits in der Antike bekannt.
Solche Knoten wurden auch gerne von Bräuten am Gürtel getragen, führte Rezepa-Zabel weiter aus. Sie standen für "Liebe, Schutz, Verbindung und Unendlichkeit". Besonders aufwendig war bei dem Armband auch das "Florentiner Finish": Feinste Gravuren auf der Oberfläche ließen das Licht "strahlen und diffus erscheinen".
"Ganz toll, wunderbar", schwärmte Rezepa-Zabel weiter von dem Armband, das vermutlich in den 1960er Jahren-gefertigt worden war - dazu noch aus hochwertigem 750er-Gold.