Jan Josef Liefers kritisiert "Tatort"-Sparkurs beim MDR: "Würde man eher der AfD zutrauen"
Autor: Gianluca Reucher
, Freitag, 14. August 2026
Jan Josef Liefers hat im Podcast "Lanz + Precht" über die dreijährige Pause der MDR-Krimis "Polzeiruf 110" aus Magdeburg und des Dresdener "Tatort" gesprochen. Der Schauspieler zeigte für die Entscheidung wenig Verständnis.
Der MDR hat die Produktion der Krimireihen "Polizeiruf 110" aus Magdeburg und "Tatort" aus Dresden für drei Jahre ausgesetzt - begründet als Sparmaßnahme. In der neuen Folge des Podcasts "Lanz + Precht", in der es vor allem über eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl am 6. September geht, übt Jan Josef Liefers deutliche Kritik an der Programmstreichung.
"Das habe ich gar nicht verstanden. Man würde doch denken, dass es eher die totalitäre AfD wäre, die solche rabiaten Dinge tut", sagte der Professor-Boerne-Darsteller aus dem Münster-"Tatort". "Jetzt macht es die ARD selbst, also die Anstalt sozusagen im Land Sachsen-Anhalt." Damit nahm Liefers Bezug auf das Vorhaben der AfD in Sachsen-Anhalt, im Falle einer Regierungsmehrheit nach der Landtagswahl die Rundfunkverträge zu kündigen.
Auch Markus Lanz zeigt sich schockiert vom Vorgehen der Öffentlich-Rechtlichen: "Wenn du eine vergleichsweise große Summe Geld zur Verfügung hast jedes Jahr und dann dennoch nicht mehr in der Lage bist, deine stilprägenden Programme weiterzuführen, für die die Leute ja im Zweifel auch bezahlen, dann musst du dir doch die Frage stellen, wie das eigentlich sein kann." Für den Polit-Talker ist klar: Der Rundfunk müsse sich dringend reformieren.
Quelle: teleschau – der mediendienst