James Bond trifft Indiana Jones: Gigantischer Westernfilm mit Starbesetzung läuft im Free-TV
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 09. Juli 2026
Western trifft Aliens und umgekehrt in diesem gigantischen Machwerk von Jon Favreau ("Iron Man"). Der Strippenzieher von "Cowboys & Aliens" heißt aber Steven Spielberg.
Warum ist auf diese Idee noch keiner gekommen? Für Steven Spielberg, den erfinderischen Meister von Hollywood, war es unverständlich, wieso bis dato niemand die beiden Genres mischte: das Genre der Vergangenheit, den Western, mit dem Genre der Zukunft, Science-Fiction. 2011 machte er es selbst, oder besser: Als ausführender Produzent ließ er es von Regisseur Jon Favreau erledigen. "Cowboys & Aliens" ist ein Brocken. Um den thematischen Gigantismus zu komplettieren, spielen "James Bond" Daniel Craig und "Indiana Jones" Harrison Ford die Hauptrollen in dem Sci-Fi-Western, den RTLZWEI am Freitag, 10. Juli um 20.15 Uhr zeigt.
Das Jahr: 1873. Der Ort: die Wüste. Im Wilden Westen taucht ein Fremder (Daniel Craig) auf, der eine seltsame Manschette am Handgelenk trägt. Sein Gedächtnis hat er verloren, seine Gewaltbereitschaft nicht. Nachdem der zunächst recht unsympathische Fremde vom örtlichen Prediger notoperiert wurde, schaut er sich im Ort um und trifft dabei auf die geheimnisvolle Ella (Olivia Wilde). Im Saloon kommt es zu einem Handgemenge - und der ersten Alienattacke, die allen die Sprache verschlägt: "Was zum Teufel ist das?" ist der wohl meistverwendete Satz des Films.
Spektakuläre Bilder, weniger spektakuläre Story
In spektakulären Bildern schnappen sich die Außerirdischen einige Wüstenstädter. Dem einen (Sam Rockwell, Saloon-Wirt) nehmen sie die Frau, dem anderen (Harrison Ford, selbsternanntes Stadtoberhaupt) den Sohn. Die Verwunderung ist immens, doch der Wille, sich gegen die unheimlichen Eindringlinge zu wehren, noch größer. Das führt zu ungeahnten Allianzen zwischen Outlaw und Sherrif, Cowboys und Indianern.
Favreau lässt sich lange bitten, etwas über den zentralen Charakter zu enthüllen. Dass Craigs Figur Jake Lonergan heißt, ist schnell klar. Was mit ihm passierte und wie er zu dieser Manschette kam, ist ein bravourös inszenierter Einschub, der endgültig klarstellt, dass es sich hier um keinen Kinderfilm handelt. Favreau findet fantastische Bilder, taucht die Wüste in satte Farben.
Bei aller aufgewendeten Energie, zwei gigantische Genres zu mixen, ist doch nicht zu übersehen, wie das Drehbuch sich linkisch windet. Das macht "Cowboys & Aliens" zu einem weiteren ganz normalen Alienfilm - vor einer Westernkulisse. So wird leider wenig ausgereizt von dem, was möglich gewesen wäre.
Quelle: teleschau – der mediendienst