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"James Bond" ist hier nur Nebendarsteller: Filmdebüt einer der größten Action-Heldinnen läuft heute im Free-TV


Autor: Teleschau  

, Montag, 11. Mai 2026

Die Story ist vorhersehbar, die Schauwerte überzeugen jedoch: In "Lara Croft: Tomb Raider" feierte die Videospielheldin ihr Filmdebüt - mit prominenter Unterstützung.


Volle Lippen, schmale Taille, Riesen-Brüste: Lara Croft, die kampferprobte Archäologin aus zahlreichen "Tomb Raider"-Videogames, kämpft in ihrem Leinwand-Debüt gegen einen Geheimbund um ein Kleinod, das seinem Besitzer grenzenlose Macht verleiht. Angelina Jolie verkörpert diesen Inbegriff der Computer-Erotik perfekt, die Produzenten trafen die einzig richtige Wahl für die Besetzung. Dummerweise zeigte sie in "Tomb Raider" (Dienstag, 12. Mai, 20.15 Uhr, Kabel Eins) nur wenig von ihrem Talent. Ihre Mimik beschränkt sich meist auf ein Lächeln und kurzes Anheben ihrer linken Augenbraue. Aber als gnadenlose Action-Heldin feierte sie eine durchaus gelungene Premiere.

Eines Nachts wird die so genannte Croft-Villa von schwarz gekleideten Kämpfern gestürmt. Dahinter steckt ein böser Bube namens Manfred Powell ("Game of Thrones-Star Iain Glen"). Er ist im Auftrag eines Geheimbundes unterwegs und hat nichts anderes im Sinn als - Überraschung! - die Weltherrschaft. Klar, dass die Power-Emanze das nicht zulassen kann und die Jungs kurzerhand, recht unblutig, zu Hackfleisch verarbeitet.

"Indiana Jones"-Abklatsch mit attraktiver Action-Heldin

Level zwei führt Lara nach Kambodscha, wo sie wie ihr Kontrahent Powell auf der Suche nach einer Hälfte des sagenumwobenen "Allsehenden Auges" ist. Dort schwingt sie sich, als bestünde sie noch immer aus puren Pixeln, akrobatisch durch eine alte Tempelanlage, um schließlich das gesuchte Artefakt in den Händen zu halten.

Würde sie es jetzt vernichten, hätte der ganze Spuk ein Ende. Dann dauerte der Film allerdings kaum eine Stunde und Daniel Craig (hier in einer seiner ersten großen Rollen vor "James Bond") wäre um seinen großen Auftritt gebracht. Also auf nach Sibirien, zu Level drei. In der eisigen Gegend wartet nicht nur der Endgegner auf sie, sondern auch eine Begegnung der erleuchtenden Art: Der verstorbene Papa Croft (Jon Voight, der auch im wahren Leben Angelinas Vater ist) verrät Lara noch ein Geheimnis.

Zugegeben: Die Story ist mehr als dünn und nur ein Abklatsch großer Vorbilder wie "Indiana Jones". Doch Regisseur Simon West ("Con Air") lässt dem Zuschauer wenig Zeit, lange darüber nachzudenken. Eine Action-Szene jagt die nächste. Eventuelle Logiklöcher im Drehbuch weiß sexy Lara mit ihrer ominösen Oberweite, riesigen Knarren und schier unendlicher Munition geschickt auszufüllen.

Quelle: teleschau – der mediendienst