Druckartikel: In ZDF-Doku sagt Peter Maffays Sohn: "Haben nicht so viele Punkte, in denen wir connecten"

In ZDF-Doku sagt Peter Maffays Sohn: "Haben nicht so viele Punkte, in denen wir connecten"


Autor: Julian Weinberger

, Freitag, 26. Juni 2026

"Ich bin hier nicht Maffay, sondern einfach Peter": Für die ZDF-Reihe "Song Trip" reiste Peter Maffay in die US-Musikmetropole Nashville. Neben seinem geplantem Auftritt rührte Maffay mit emotionalen Aussagen über seine Familie.


Im Laufe seiner Karriere hat Peter Maffay mehr als 50 Millionen Platten verkauft. Beweisen muss es der 76-Jährige also längst niemandem mehr - außer vielleicht sich selbst. Für die ZDF-Sendung "Song Trip" (ab Montag, 29. Juni, im ZDF streamen) wagte er sich in das Mekka der Country-Musik, Nashville, um dort in einer der Honky-Tonk-Bars aufzuspielen. "Da habe ich Feuer gefangen. Das ist ein magischer Ort", erinnerte er sich in der Doku an einen gemeinsamen Familienurlaub in Nashville. Ehefrau Hendrikje und Sohn Yaris waren auch dieses Mal mit dabei.

"Ich suche nach den Wurzeln meiner Entwicklung und meiner Musik", erklärt Maffay die Intention hinter seiner USA-Reise. Die Philosophie der Bars in Nashville entspreche seinem Verständnis von Rock'n'Roll. "Wir haben nicht so viele Punkte, in denen wir connecten", beschreibt Yaris, selbst Musiker und Sohn aus Maffays vierter Ehe mit Tania Spengler, das "wunderschöne Gefühl", gemeinsam mit seinem Vater unterwegs zu sein. In der Musik könnten sie Momente teilen, "in denen wir uns nah sind".

"Familie hat die oberste Priorität", betont auch Peter Maffay in einer Interviewsequenz den besonderen Stellenwert. Dazu gehört auch, Zeit mit der jüngsten Tochter Anouk (7) zu verbringen. Trotz seiner 76 Jahren hat Maffay noch einiges vor. "Der Abschlussball muss noch getanzt werden. Wenn's geht", gibt er in der ZDF-Sendung zu Protokoll. Angesichts dieser Nachdenklichkeit zeigten sich Maffays Mitstreiter bei "Song Trip" überrascht. "Ich kenne dich gar nicht so emotional", wundert sich Rea Garvey. Yvonne Catterfeld wischt sich sogar ein paar Tränen aus den Augen.

Peter Maffay über Musiker in Nashville: "Da ist mir die Kinnlade runtergefallen"

In Nashville traf Peter Maffay schließlich auf David Graham. Den Countrysänger hatte er bei früheren Aufenthalten in der US-Metropole schon kennengelernt. Mit ihm sollte er zum großen Abschluss des Musiktrips in einer der traditionsreichen Bars die Bühne teilen - und eine besondere Version seines Evergreens "Sonne in der Stadt" darbieten. "Wir werden vermutlich vier Sachen spielen. Vielleicht spielen wir auch nur eine und ich fliege raus", zeigte sich Maffay ein bisschen nervös. Graham sagte über die neu arrangierte Shuffle-Version: "Die Herausforderung für mich ist, dass es bereits ein großartiger Song ist."

Ehe die beiden Musiker aber die Bühne teilten, ließen sie sich erst bei einem Musikabend inspirieren. "Da ist mir schon die Kinnlade runtergefallen", staunte Peter Maffay über das "absolut beste Niveau, das man sich vorstellen" kann. Angesichts der überzeugenden Performance sei er als Musiker "sehr nachdenklich geworden". Der 76-Jährige zweifelte angesichts seines anstehenden Gigs: "Ich bin hier nicht Maffay, sondern einfach Peter. Hier kennt mich niemand." Doch beim großen Auftritt in der Bar "Layla's" lief alles glatt, sodass die deutsche Musikikone zufrieden resümierte: "Die Leute waren super drauf."

Quelle: teleschau – der mediendienst